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Dissertation Matthias Quasthoff

Effizientes Entwickeln von Semantic-Web-Software mit Object Triple Mapping

Web-basierte Informationssysteme sind heute ein wichtiger Bestandteil der weltweiten Kommunikationsinfrastruktur. Für den Informationsaustausch zwischen diesen Systemen existieren eine Reihe von Standards, die unter dem Begriff Semantic Web zusammengefasst werden.

Trotz des Potenzials dieser Standards, welches über den reinen Datenaustausch weit hinausgeht, werden die entsprechenden Technologien nur zögerlich außerhalb des akademischen Umfelds angenommen. Wegen der nur langsamen Ausbreitung des Semantic Web können wesentliche Fragen dazu heute noch nicht beantwortet werden.

Die vorliegende Arbeit untersucht die Benutzbarkeit der Semantic-Web-Standards durch Software-Entwickler anhand der Methode Object Triple Mapping, die für diese Arbeit entwickelt wurde. Diese Methode wird formal beschrieben und anhand einer praktischen Umsetzung
untersucht. Dabei wird gezeigt, wie die Methode in den verschiedenen Teilen einer Semantic-Web-Anwendung eingesetzt werden kann. Solche Anwendungen müssen neben dem eigentlichen problemspezifischen Verarbeiten der Daten eine Reihe weiterer Funktionen besitzen, die oft nur einzeln, nicht jedoch im Kontext einer kompletten Anwendung betrachtet werden. Es wird daher auch untersucht, wie Object Triple Mapping helfen kann, Daten von anderen Systemen abzurufen und eigene Daten für andere Systeme bereitzustellen.

Es wird empirisch gezeigt, dass Object Triple Mapping das Entwickeln von Semantic-Web-Anwendungen in mehrfacher Hinsicht vereinfacht, ohne die Ausführungszeit der Anwendung negativ zu beeinflussen. Neben dieser Bestätigung liefert die Untersuchung weitere Erkenntnisse, auf welche Schwierigkeiten Software-Entwickler beim Verwenden von Semantic-Web-Technologien stoßen. Damit können Teile der Ergebnisse auch unabhängig von Object Triple Mapping weiterverwendet werden.