Hasso-Plattner-Institut
 

12.02.2015

News

Industrie 4.0-Tagung: Gabriel, Leukert und Plattner als Redner in Potsdam

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, SAP-Vorstandsmitglied Bernd Leukert und Wissenschaftsmäzen Prof. Hasso Plattner haben sich am 19. Februar zur Industrie 4.0-Tagung in Potsdam angesagt. Sie wird sich mit den Potenzialen und Herausforderungen des Zusammenwachsens von industrieller Produktion und Informationstechnologie beschäftigen. 

Industrie 4.0-Forum

Gastgeber der Veranstaltung ist das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government der Universität Potsdam. Mehr als 200 führende Vertreter aus Wissenschaft und Unternehmen werden am HPI die globale Vernetzung und selbständige Organisation von Produktionseinheiten diskutieren. Die Tagung ist ausgebucht. Sie findet von 10 bis 17 Uhr statt. Auf der Agenda stehen rund 20 Präsentationen und Vorträge zu ersten praktischen Anwendungsbeispielen, zu Forschungsfeldern und zu Zukunftsvisionen.

HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel wird ins Thema einführen und Prof. Norbert Gronau (Universität Potsdam) über die Analyse von Produktionsdaten informieren. Andere Referenten kommen zum Beispiel von den Technischen Universitäten Darmstadt, Dortmund und München, von den Universitäten Paderborn, Stuttgart und Karlsruhe sowie aus Fraunhofer-Instituten und aus den Unternehmen Daimler, General Electric, Kuka, SAP und Trumpf. Auch der Hightech-Verband BITKOM ist vertreten. Teilnehmer können im Rahmen der Veranstaltung das Potsdamer "Anwendungszentrum Industrie 4.0" besichtigen. 

"Bei der stattfindenden vierten industriellen Revolution verschmelzen die reale und die virtuelle Welt", sagt Gastgeber Prof. Christoph Meinel. Maschinen kommunizierten selbständig mit anderen Maschinen und würden in die Lage versetzt, autonom zu entscheiden. Hinzu kommt nach Meinels Worten, dass Produktions-Anlagen und -Werkzeuge innerhalb kürzester Zeit an wechselnde Wünsche angepasst werden könnten. "Kabelverbindungen werden durch Internettechnologie ersetzt und über drahtlos funktionierende, in die Produktionseinheiten eingebettete Computer kann man die Herstellung steuern und sich ständig selbst optimieren lassen", erläutert Meinel.

Nach Dampfmaschine, Fließband und Computer sei dies die vierte Stufe der industriellen Revolution – das voll digitalisierte Unternehmen. Meinel sieht neben Sicherheitsrisiken für die Produktionssteuerung im "Internet der Dinge und Dienste" auch Chancen in den Bereichen Fertigungskontrolle, vorausschauende Instandhaltung sowie Services rund um die Auswertung von Betriebsdaten.