Hasso-Plattner-Institut
 

06.07.2016

News

HPI- und Stanford-Studenten sorgen für Pünktlichkeit

Nie mehr zu einem Termin zu spät kommen – wie das zukünftig möglich werden könnte, haben vier Studenten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Kooperation mit dem Autohersteller Audi und Kommilitonen der Stanford University herausgefunden. Im Rahmen des Stanforder ME310-Kurses präsentierten zwei weitere HPI-Teams ihre mit Industriepartnern und internationalen Kommilitonen erarbeiteten Lösungen in Palo Alto, Kalifornien.

HPI- und Stanford-Studenten präsentieren ihr Projektergebnis Stanfords Design-Thinking-Professor Larry Leifer (r.). (Quelle: Sébastien Plailly)

Bewerbung ME310-Kurs

HPI-Masterstudenten können sich bis 23. Juli für das neue Kursjahr bewerben:

Viele Termine scheitern oder verschieben sich, weil die Teilnehmer sich verspäten. Die von HPI-Studenten in Kooperation mit dem Autohersteller Audi entwickelte Softwareanwendung "Enosys" könnte das künftig verhindern. Gemeinsam mit Kommilitonen der Stanford University haben die HPI-Studenten Martin Fritzsche, Jonathan Herdt, Jonas Kemper und Johanna Latt die Lösung in zwei Semestern konzipiert und umgesetzt. Der dabei entstandene Prototyp ermittelt auf Basis aktueller Verkehrsinformationen und Standortdaten individuelle Anfahrtsvorschläge für die Teilnehmer eines Termins und sorgt so dafür, dass jeder pünktlich kommt. Dabei berücksichtigt die Lösung verschiedene Verkehrsmittel sowie -wege und weist auf die schnellste Route hin - egal ob per Auto oder Bahn.

"Die Softwareanwendung unserer Studenten bietet eine intuitive Lösung für ein alltägliches Problem. Mit 'Enosys' lassen sich Termine mit mehreren Teilnehmern effizient koordinieren", sagt Thomas Kowark, der die HPI-Teams gemeinsam mit Franziska Dobrigkeit und Keven Richly als Kursbetreuer angeleitet hat. "Rechtzeitig vor einer Verabredung erhält jeder Nutzer eine Erinnerung mit den individuellen Anfahrtsmöglichkeiten", erklärt Kowark. So wisse jeder Nutzer, wann er aufbrechen muss, um pünktlich zu sein. Darüber hinaus könne die Applikation auch genutzt werden, um Car Sharing, also die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeugs, zu organisieren, ergänzt der Informatikwissenschaftler. 

Projektteams präsentierten Ergebnisse in Stanford

Während des einjährigen ME310-Kurses entstanden insgesamt drei Projekte mit HPI-Beteiligung. Hinter dem Kürzel verbirgt sich die Lehrveranstaltung "Nummer 310" für Mechanical Engineering (ME) der Stanford University und weiterer global führender Universitäten. Am HPI wird der Kurs mit dem Zusatz "Global Team-Based Product Innovation & Engineering" angeboten. Die fachliche und internationale Mischung des Kurses sind dabei besonders wichtige Komponenten. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Ergebnisse von den Studenten im Mai an der Stanford University allen Teilnehmern und der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Am 7. Juli 2016 werden die Projekte noch mal am HPI vorgestellt.

Neues Online-Tool hilft bei der Finanzplanung

Auf Basis des am HPI gelehrten und erforschten Design-Thinking-Ansatzes entwickelten die Studenten-Teams kreative Lösungen für die von den Industriepartnern gestellten Aufgaben. Im Mittelpunkt der Innovationsmethode steht dabei die Arbeit in gemischten Teams entlang eines iterativen Prozesses. Die HPI-Studenten Andreas Burmeister, Torben Meyer, Jannik Podlesny und Christian Zöllner entwickelten so mit der Investmentgesellschaft Union Investment und Kommilitonen des Karlsruher Institute of Technology (KIT) eine Online-Anwendung, die Kunden bei der Finanzplanung unterstützt, auf den Termin mit dem Berater vorbereitet und so das Vertrauen in das Finanzinstitut steigert.

Mobile App hilft Landwirten bei Schädlingsbekämpfung

Das Team um die angehenden HPI-Master Yannick Bäumer, Alexander Ernst, Jaqueline Pollak und Tamara Slosarek programmierte gemeinsam mit dem deutschen Chemieunternehmen BASF und Kommilitonen des KIT eine mobile Applikation für den Einsatz in der Landwirtschaft. Diese erleichtert durch gezielte Informationen das Erkennen von Schädlingen und Seuchen auf dem Feld und schlägt dem Landwirt mögliche Schutzmaßnahmen vor.