Hasso-Plattner-Institut
 

10.03.2017

News

Erstes Hasso Plattner Institute of Design Thinking in Kapstadt eröffnet

In dieser Woche hat die  University of Cape Town (UCT) offiziell die erste Design-Thinking-Schule auf dem afrikanischen Kontinent eröffnet. Die Potsdamer Experten der School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) unterstützen den Auf- und Ausbau der Aktivitäten am Standort Kapstadt. Bei den Feierlichkeiten am Donnerstag waren u.a. HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel und Prof. Uli Weinberg als Leiter der Potsdamer Innovationsschule in Kapstadt mit dabei.

Prof. Ulrich Weinberg (l.) diskutiert mit Richard Perez (2.v.r.) und Mugendi M’Rithaa (2.v.l.) bei der Eröffnung des ersten Hasso Plattner Institute of Design Thinking in Kapstadt. (Foto: d-school Cape Town)

Vorbild für die neue D-School in Kapstadt standen die Design-Thinking-Schulen in Stanford und am HPI. Für das Programm an der südafrikanischen UCT wurde zusammen mit mehreren Partnern eine Design-Thinking-Ausbildung erarbeitet, die sich speziell für die Förderung von Innovationen auf dem Kontinent Afrika eignet. Der Gründungsdirektor Richard Perez sieht in der Methode das Potential, afrikanische Städte zu transformieren, die vor allem durch den ungleichen Zugang zu Ressourcen und Dienstleistungen gekennzeichnet seien. Er hatte zuvor drei Jahre lang als Innovationsexperte in der Stadtverwaltung Kapstadts gearbeitet.

Mit multidisziplinären Teams zu neuen Ideen

Beim Design Thinking geht es um die Entwicklung von Innovationen, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen orientieren. Die Besonderheit: In den Design-Thinking-Teams arbeiten Menschen völlig unterschiedlichen Alters, Hintergrunds und Fachwissens gemeinsam an Aufgabenstellungen. So kommen die Teilnehmer des diesjährigen Programms an der UCT in Kapstadt beispielsweise aus Südafrika, dem Kongo, Japan, Italien, Botswana und Simbabwe und haben u.a. in den Bereichen Neurowissenschaft, Bildung, Stadtplanung, Recht und Geologie studiert.

Design Thinking für Uni-Absolventen, Regierungsmitglieder, NGOs und Unternehmen

Das Design-Thinking-Angebot richtet sich in erster Linie an Uni-Absolventen, Regierungsmitglieder, NGOs und private Unternehmen. Im letzten Jahr hat die UCT bereits Pilotkurse für Masterstudenten und Doktoranden aller wissenschaftlichen Fachgebiete, aber auch für Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung gestartet.  Die Anschubfinanzierung für die HPI School of Design Thinking an der UCT kommt von der Hasso-Plattner-Stiftung.

Video: Eröffnung des Hasso Plattner Institute of Design Thinking (Englisch)