Hasso-Plattner-Institut
 

02.12.2004

Der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs, informiert sich am Donnerstag, dem 9. Dezember 2004, über das Konzept und den Stand der Arbeiten zum "Exploratorium Potsdam", der wissenschaftlichen Mitmach-Welt für Kinder. Dazu präsentieren die Initiatoren, engagierte Potsdamer Wissenschaftler und Bürger, einige Exponate sowie ihre Zeitplanung im Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI). Das HPI ist dabei nicht nur Gastgeber, sondern fördert das Exploratorium ganz praktisch: Einige der Mitmach-Experimente zum Thema Computer und Software werden von Studenten des HPI erstellt.

Warum Potsdam einen Ort zum spielerischen Erkunden von Wissenschaft braucht, erklären die Initiatoren so: Je früher sich Kinder mit Technik anfreunden, umso leichter wird es sein, sie als Jugendliche für einen technischen Beruf zu gewinnen. Dies gilt in besonderem Maße für Mädchen. Darum gibt es immer häufiger Initiativen, die Kinder schon frühzeitig mit wissenschaftlichen Themen bekannt machen. Auf eine besonders altersgerechte und spannende Art soll dies ab 2006 in Potsdam geschehen. Dann soll dort mit dem "Exploratorium Potsdam" eine wissenschaftliche Mitmachwelt für Kinder und alle Neugierigen seine Pforten öffnen. Ein ehrgeiziges Projekt, dessen Verwirklichung sich eine Gruppe engagierter Potsdamer zum Ziel gesetzt hat. Schon jetzt ist eine Reihe von Vorarbeiten geleistet worden. Erste Sponsoren wurden gefunden, mit einigen Grundstückseignern steht man in Verhandlungen über geeignete Räumlichkeiten. Erste Exponate wurden in der Exploratoriumswerkstatt erstellt.

"Wir wollen, dass alle Exponate so gestaltet sind, dass die Besucher unserer Mitmach-Welt selbst experimentieren können und dass damit Wissenschaft anschaulich und handhabbar wird", sagt Dr. Axel Werner, ehemals Physiker am Hahn-Meitner-Institut und Kurator des Exploratoriums. Einen ersten Auftritt wird es bereits 2005 mit dem Herbst-Exploratorium in den Passagen im Potsdamer Hauptbahnhof geben. Bis 2006 sollen dann so viele interaktive Exponate fertiggestellt sein, dass das Exploratorium ein Anziehungspunkt für Jung und Alt in Potsdam wird.

Um die aktuellen Ergebnisse der Wissenschaft und Forschung zeitnah in anschaulichen Exponaten darzustellen wird die Unterstützung der Potsdamer und auch der Berliner wissenschaftlichen Einrichtungen angestrebt. Mit einigen Institutionen sind bereits konkrete Kooperationen im Gang. Neben dem HPI ist dies zum Beispiel die Biologische Bundesanstalt, die einen Biologie-Themenraum mitgestalten wird.