Hasso-Plattner-Institut
 

07.06.2005

Potsdam. Hoch begabten Abiturienten, die zwar an Informatik interessiert sind, aber eine wesentlich praxisnähere Studienfach-Alternative suchen, bietet das Hasso-Plattner-Institut (HPI) im kommenden Wintersemester wieder eine attraktive Möglichkeit: Im Studiengang "IT Systems Engineering" werden nicht nur abstraktes, theoretisches Wissen, sondern auch konkrete, in der Praxis anwendbare Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Der erste für den Beruf qualifizierende Abschluss am HPI ist der "Bachelor". Er kann in dem von SAP-Mitgründer Hasso Plattner finanzierten Institut in sechs Semestern erreicht werden. Jedes Jahr werden von der Elite-Schmiede am Filmpark Babelsberg höchstens 80 der bestqualifizierten Bewerber für den Bachelor-Studiengang angenommen. Ein Studien begleitendes Seminar erleichtert ihnen den Einstieg ins erste Semester. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli 2005. Anträge nimmt das an der Berliner Stadtgrenze gelegene Institut auch über seine Website http://www.hpi.uni-potsdam.de/lehre/studienbewerber.html an.

Mit dem Bachelor-Abschluss sind die HPI-Absolventen in der Lage, vielfältige Software orientierte Aufgaben in Industrie oder Dienstleistungssektor zu übernehmen. Eine wichtige Besonderheit des Studiengangs ist der Praxisbezug durch ein integriertes Bachelorprojekt. Es findet im vierten und fünften Semester statt und nimmt jeweils 12 Semesterwochenstunden in Anspruch. Bearbeitet werden konkrete Aufgabenstellungen aus Industrie und Gesellschaft. "Dabei lernen unsere Studenten, in einem Team von vier bis acht Personen mit verteilten Rollen strukturiert und zielgerichtet Softwarelösungen zu entwickeln und komplexe IT-Systeme zu beherrschen", sagt Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel. Auch auf die Förderung von soft skills wie Team- und Kommunikationsfähigkeit wird im Studium großer Wert gelegt.

Wie Prof. Jürgen Döllner, der zuständige Studiengangsbeauftragte, betont, sind die HPI-Absolventen gefragte Bewerber "sowohl bei Unternehmen, die IT-Systeme entwickeln, als auch bei privaten und öffentlichen Institutionen, deren Tätigkeiten stark von der Verfügbarkeit leistungsfähiger IT-Systeme abhängen". Weit mehr als die Hälfte der Absolventen nutzen nach Döllners Worten den Bachelor als erste Stufe einer wissenschaftlichen Karriere: "Als Nächstes streben sie den Master an, für den wir am HPI einen viersemestrigen Studiengang anbieten".

Vom normalen Informatik-Studium hebt sich der ingenieurwissenschaftlich orientierte Studiengang "IT Systems Engineering" am Hasso-Plattner-Institut dadurch ab, dass nicht nur die Einzelsicht auf bestimmte Software vermittelt wird, sondern auch die Gesamtsicht auf ganze IT-Systeme. "Weil sie solche hoch komplexen, großen IT-Systeme verstehen, entwickeln und in der Praxis einsetzen können, bilden unsere Absolventen den Führungsnachwuchs für die internationale IT-Branche", erklärt HPI-Geschäftsführer Prof. Meinel stolz.

Die wissenschaftliche Nachwuchs-Elite findet am Hasso-Plattner-Institut hervorragende Studien- und Arbeitsbedingungen vor, wie sie nur eine privat finanzierte Einrichtung bieten kann. Studiengebühren brauchen dennoch nicht gezahlt zu werden. Die Zahl der Professoren (derzeit 7, demnächst 10) und sonstigen Wissenschaftler (3 Assistenz-Professoren, 24 wissenschaftliche Mitarbeiter, demnächst mehr) steht in einem ausgezeichneten Verhältnis zur Anzahl der Studierenden. Intensive persönliche Betreuung jedes einzelnen Studierenden ist somit garantiert. Jeder Studierende findet leicht einen freien Computer-Arbeitsplatz in den Laboren und Seminaren. Bauten und Technik sind auf dem neuesten Stand.

Das Hasso-Plattner-Institut liegt in unmittelbarer Nähe zum Griebnitzsee. Der 30.000 Quadratmeter große Campus im Grünen hat einen komfortablen S-Bahn- und Bus-Anschluss. Um mit der S-Bahn jeweils in die Innenstadt zu kommen, benötigt man für Potsdam sieben und für Berlin 30 Minuten. Autofahrer finden auf dem Campus genügend Parkplätze vor. Das Parkgelände mit großen Bäumen, einem kleinen See und Wasserfontänen bietet eine anregende Arbeitsatmosphäre und Möglichkeiten zum gemütlichen Ausspannen.  "Potsdam, Deutschlands Stadt mit der höchsten Wissenschaftler-Dichte, bietet ein ideales Umfeld fürs Studieren und Arbeiten", unterstreicht HPI-Direktor Prof. Meinel. In der Tat: Überschaubar groß, mit bezahlbaren Preisen und enger Anbindung an die Metropole Berlin, liegt Potsdam in schöner Lage mitten in einer Seen- und Parklandschaft, reich ausgestattet mit historischen Sehenswürdigkeiten. Optimale Sportmöglichkeiten und ein lebhaftes kulturelles Angebot lassen praktisch keinen Wunsch offen.

Weiteres attraktives Plus: Künftig werden sich die Potsdamer HPI-Studenten und -Wissenschaftler mit der Community im kalifornischen Palo Alto vernetzen können. Dort im Silicon Valley, dem faszinierenden Zentrum der IT- und High Tech-Welt, lässt Stifter Hasso Plattner, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der SAP AG ist, eine HPI-Außenstelle einrichten. Aus seinem Privatvermögen hat der gebürtige Berliner (Jahrgang 1944) mittlerweile mehr als 200 Millionen Euro für das Hasso-Plattner-Institut bereitgestellt, damit es eine Elite-Ausbildungsstätte von Weltklasse-Format sein kann. Deutschlands bedeutendster privater Wissenschaftsförderer bringt sich aber auch persönlich ein - als Honorarprofessor und Leiter einer Forschungsgruppe.