Hasso-Plattner-Institut
 

16.05.2006

Mannheim/Potsdam. "Ich drücke Ihnen und der gesamten Mannschaft des FSV63 Luckenwalde natürlich besonders die Daumen", heißt es in einem Grußwort des Mitgründers und -Aufsichtsratsvorsitzenden des Walldorfer Software-Weltkonzerns SAP, Prof. Hasso Plattner, an den Bachelorstudenten Martin Lorenz (Foto). Der 23-jährige Luckenwalder Mittelfeldspieler studiert am Hasso-Plattner-Institut (www.hpi-web.de), Deutschlands Elite-Schmiede für IT-Ingenieure, und darf mit seinem Verbandsliga-Team am heutigen Dienstag, 16. Mai, im Mannheimer Carl-Benz-Stadion gegen die deutsche Fußballnationalmannschaft antreten. Der 62-jährige Stifter fährt fort: "Ihre Intelligenz und Kreativität, die Sie als Student benötigen und täglich einsetzen, wird Ihnen helfen, Ihr Team zu einem tollen Spiel gegen die Nationalelf mitzureißen. Ich freue mich schon, am Fernsehbildschirm eine schöne, eine spannende Begegnung mitverfolgen zu können". Die ARD-Übertragung des Spiels beginnt um 17:05 Uhr. Es kommentiert Reinhold Beckmann. Die Analysen liefert das Duo Gerhard Delling und Günter Netzer.

Das Losglück bei einem DFB-Wettbewerb sorgte für dieses Top-Spiel des FSV unmittelbar vor der Fußballweltmeisterschaft. "Mein Gegenspieler könnte entweder Bastian Schweinsteiger oder Tim Borowski sein", freut sich der Student des Hasso-Plattner-Instituts, der einmal Softwarearchitekt werden will. Lorenz - wie Plattner gebürtiger Berliner - verspricht, nicht allzu hart gegen Jürgen Klinsmanns Profi-Kicker einzusteigen. "Wir werden schön die Füße hochnehmen, denn wenn wir die Nationalspieler verletzten, würde wohl keiner vom FSV63 Luckenwalde mehr glücklich", sagt Lorenz. Sein jüngerer Bruder André (20) spielt übrigens im Sturm des brandenburgischen Verbandsligisten (www.fsv63-luckenwalde.de).

Ein 25-jähriger Kommilitone von Martin Lorenz, der gebürtige Tübinger Boris Ruf, ist ebenfalls solch ein "Kicker mit Köpfchen". Am Wochenende stellte er eine von ihm entwickelte neue Software vor, die fußballbegeisterten Internet-Surfern in aller Welt während der Weltmeisterschaft automatisch anzeigen wird, in welchem Spiel von welcher Mannschaft soeben ein Tor erzielt worden ist und wie das Endergebnis aussieht. Ein entsprechendes Programm, das auch für Bundesliga-Begegnungen und viele andere europäische Ligen ausgelegt ist, kann von der HPI-Internetseite www.hpi-web.de/footiefox kostenlos herunter geladen werden. Zur Verfügung stehen die Sprachversionen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Entwickler Boris Ruf studiert seit acht Semestern IT Systems Engineering an der Potsdamer "Elite-Schmiede". Er strebt den Master-Abschluss an.

Rufs Spielstandsmelde-Programm ergänzt den Internetbrowser "Mozilla Firefox" (Marktanteil: 20 Prozent in Europa, 30 Prozent in Deutschland). Und so funktioniert der Spielstands-Melder "FootieFox": Fällt in einem Fußball-Match ein Tor, schiebt er am rechten unteren Rand des Mozilla Firefox-Browsers ein kleines Schild hoch, auf dem die jeweilige Spielstandsveränderung der Partie angezeigt wird. Ein kurzer Torjubelschrei ist das (abschaltbare) akustische Alarmsignal. "Wer zum Beispiel während Spielen der Fußballweltmeisterschaft am PC arbeiten muss und nicht dauernd auf bestimmte Internetseiten mit aktuellen Sportinformationen wechseln kann, verpasst durch den FootieFox kein einziges Tor", beschreibt Boris Ruf den Vorzug seiner Entwicklung. Auch wenn der Browser minimiert ist oder der PC-Nutzer eine DVD anschaut, wird die Spielstandsmeldung auf dem Bildschirm eingeblendet.

"Der Wechsel von einem anderen Browser zum Mozilla Firefox und die Installation des FootieFox-Spielstandsmelders ist kinderleicht", sagt Boris Ruf. Hilfestellung dafür gibt er ebenfalls auf der Internetseite www.hpi-web.de/footiefox. Nützlich ist die Software nicht nur zur Fußballweltmeisterschaft, sondern auch für jeden, der ständig über die aktuellen Ergebnisse der 1. und 2. Bundesliga, 18 anderer europäischen Fußball-Ligen sowie europäischer Wettbewerbe wie Uefa-Cup und Champions League informiert sein will.