Hasso-Plattner-Institut
 

21.11.2007

Berlin/Potsdam. Zwei Studenten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben gemeinsam mit zwei BWL-Kommilitonen der Universität Potsdam bei dem Hochschulwettbewerb zum Thema "Serviceorientierte Architektur" (SOA) des Branchenverbandes BITKOM den zweiten Platz erreicht. Er ist mit 3000 Euro dotiert. Das HPI war durch die Masterstudenten Alexander Großkopf und Oliver Böckmann vertreten, für die Uni Potsdam waren Daniel Fürstenau und Tilman Rüsike dabei. Das interdisziplinäre Team hatte ein fiktives Unternehmen zu beurteilen und Vorschläge für die Optimierung der Geschäftsprozesse durch besseren Einsatz von Informationstechnik zu erarbeiten. Bewertet wurden unter anderem die Faktoren Kreativität, ökonomische sowie technische Umsetzbarkeit und die Portierbarkeit auf andere Branchen.

Auf HPI-Seite betreute der Leiter des Fachgebiets "Business Process Technologies", Prof. Mathias Weske, die Studenten: "In den Aufgaben des BITKOM-Wettbewerbs mussten die Studenten vor allem Kenntnisse in den Bereichen Prozess-Modellierung und IT-Architektur beweisen, genau passend also zu ihrem Studium IT-Systems Engineering am HPI", erklärte Weske. Er ist Autor des kürzlich erschienenen Grundlagenbuches "Business Process Management".

"Serviceorientierte Architektur" immer wichtiger

"Dem Prinzip 'Serviceorientierte Architekturen', bei dem die Funktionalität größerer IT-Systeme aus kleinen, übersichtlichen und universell einsetzbaren Diensten aufgebaut wird, widmen wir an unserem Institut seit langem größere Aufmerksamkeit", erklärte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. So sind Serviceorientierte Architekturen zentrales Thema der interdisziplinären Research School am HPI, die 2005 eröffnet wurde und derzeit 15 Doktoranden aus allen Fachgebieten des Instituts umfasst.

Die prämierten Studenten freuen sich aber nicht nur übers Preisgeld: "Auf der Preisverleihung in der vergangenen Woche konnten wir eine Vielzahl wertvoller Kontakte zur IT-Industrie knüpfen", berichteten Alexander Großkopf und Oliver Böckmann.

Hintergrund Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 420 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme.

Im Oktober 2007 nahm am HPI die "School of Design Thinking" ihre Arbeit auf. Sie vermittelt Studierenden aller Fachrichtungen die Fähigkeit, in multidisziplinären Teams besonders benutzerfreundliche IT-nahe Produkte und -Dienstleistungen zu entwickeln. Das zweisemestrige Zusatzstudium ist offen für alle, die sich in der Endphase ihres universitären Master-, Diplom- oder Magister-Studiums befinden.