Hasso-Plattner-Institut
 

26.01.2007

Berlin/Potsdam. Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) verstärkt seine Zusammenarbeit mit Berliner Schulen. In den Kreis der Kooperationspartner sind nach der Lise-Meitner-Schule in Neukölln seit der zweiten Januar-Woche auch die Hildegard-Wegscheider-Oberschule und die Walter-Rathenau-Oberschule aufgenommen.

Informatiklehrer Karlheinz Lorenz von der Hildegard-Wegscheider-Oberschule hatte sich im Dezember an Deutschlands einziges vollständig privat finanziertes Uni-Institut gewandt, um Unterstützung beim Aufbau einer Schülerkontaktbörse im Internet zu bekommen. Jugendliche sollen durch das Portal Kontakte mit Mitschülern und Freunden aufbauen und sich über interessante Schulthemen informieren können.

Bei dem Projekt arbeiten jeweils sieben Leistungskurs- und Grundkurs-Schüler im Fach Informatik zusammen. Sie kommen sowohl von der Hildegard-Wegscheider-Oberschule als auch von der Walter-Rathenau-Oberschule. Rund ein halbes Dutzend Studenten des HPI betreuen das Projekt - angeführt von Bachelorstudent Sebastian Voigt, einem ehemaligen Abiturienten der Walter-Rathenau-Schule. Einer seiner Kommilitonen stellt ein Jahr lang den Web-Server bereit, auf dem das Schülerportal zugänglich sein wird. "Die Inhalte des Portals haben die Projektteilnehmer selbständig festgelegt", erläutert Informatiklehrer Karlheinz Lorenz. Später soll das Portal um andere Schulprojekte ereitert werden.

Bereits seit Beginn des Wintersemesters nimmt der Leistungskurs Informatik der Berliner Lise-Meitner-Schule an einem elektronischen Intensivkurs des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts teil. Das vom HPI genutzte Tele-Teaching-System "Tele-Task" setzt die jungen Lise-Meitner-Informatiker in die Lage, über die Internet-Plattform www.tele-task.de die Potsdamer Vorlesungen zu verfolgen - live oder zeitversetzt.

Berliner Schulen Projekttage in Potsdam angeboten

"Gerne organisieren wir auf Wunsch auch Projekttage, damit Berliner Schülergruppen unseren Studiengang IT Systems Engineering als attraktive Alternative zum herkömmlichen Informatikstudium an einer Massenuniversität kennen lernen können", betont HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Im Mittelpunkt stehe dabei ein Workshop auf dem HPI-Campus am S-Bahnhof Griebnitzsee an der Zehlendorfer Stadtgrenze. Den Teilnehmer werde "ein guter Einblick in interessante informatikrelevante Fragestellungen vermittelt", verspricht Prof. Meinel. Für Schüler, die sich über den Unterricht hinaus im Bereich Informatik fortbilden wollen, bietet das Hasso-Plattner-Institut zusammen mit dem Bundeswettbewerb Informatik und dem MINT-EC e. V. auch 2007 wieder Seminarveranstaltungen und Camps an. Weitere Möglichkeiten, sich über Lehre und Forschung am HPI zu informieren, bieten in diesem Jahr das Bachelorpodium am 2. März, der Girls Day am 26. April, die Sommeruni "Juwel" für Schülerinnen im Juli sowie die Schüler-Beratungsmesse "Einstieg Abi" in Berlin, die am 28. und 29. September stattfindet. Das HPI ist dort als Aussteller vertreten.

Profil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 360 Studenten genutzt wird. Ein Viertel der Studierenden stammt aus Berlin. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig.

Die ingenieurwissenschaftlich orientierte "Elite-Schmiede", von der Bundesregierung im Dezember 2006 als Veranstaltungsort für den ersten nationalen IT-Gipfel ausgewählt, betreibt auch exzellente universitäre Forschung, oft für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Das von Stifter Prof. Hasso Plattner komplett finanzierte An-Institut an der Uni Potsdam hat seit seiner Tätigkeitsaufnahme vor sieben Jahren schon 300 Absolventen hervorgebracht. Ein jeweils hervorragendes Ergebnis erzielte das Hasso-Plattner-Institut bei der Bewertung der deutschen Informatikstudiengänge durch die Zeitschrift "Karriere" und durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). In den beiden Mitte 2006 veröffentlichten Karriere-Rankings kam das HPI auf Platz vier der besten Informatik-Studienmöglichkeiten im deutschsprachigen Raum.