Hasso-Plattner-Institut
 

13.08.2008

Potsdam. Deutsche und amerikanische Spezialisten für Open Source Software haben in einer zweitägigen Sitzung gemeinsam Abschlussarbeiten am neuen Web-Entwicklungssystem „Django“ vorangetrieben. Die Plattform für das einfache und schnelle Erstellen von komplexen dynamischen Internet-Anwendungen soll Anfang September die Version 1.0 erreichen und große Flexibilität bei hoher Zuverlässigkeit bieten.

„Mit Unterstützung des Hasso-Plattner-Instituts haben zehn junge Leute aus der deutschen Entwicklergemeinschaft zusammen mit ähnlich vielen Experten im US-Bundesstaat Kansas übers Internet verbunden einen ‚Sprint’ veranstaltet“, erläutert HPI-Direktor Christoph Meinel, Professor für Internet-Technologien und -Systeme. Bis in die späte Nacht hinein wurde mit den Kollegen in der US-Stadt Lawrence daran gearbeitet, offene Fragen zu klären und alles zu tun, damit das neue System stabil, zuverlässig und sicher funktioniert. Die Experten an beiden Standorten bedienen sich der Programmiersprache Python, die sich seit einiger Zeit wachsender Beliebtheit in der „Community“ erfreut.

Die Idee zu dem gemeinsamen Schluss-Spurt der deutsch-amerikanischen Django-Entwicklergemeinschaft hatten HPI-Student Sebastian Hillig und der Koordinator der deutschen Django-Community, Jannis Leidel. Beide hatten sich während einer Entwicklerkonferenz im Frühjahr in den USA kennen gelernt. Durch die Bekanntschaft der beiden kam es zu der Überlegung, solch ein Entwicklungsfinale in Potsdam parallel zum Sprint in Lawrence zu veranstalten.

Wenn Anfang September mit einem großen Festakt im „Googleplex“, der Firmenzentrale von Google im Silicon Valley, die erste produktive Version von Django (Release 1.0) gefeiert wird, werden sich die unternommenen Anstrengungen ausgezahlt haben. Zurzeit überarbeitet das Hasso-Plattner-Institut seine Tele-Teaching-Plattform Tele-Task (www.tele-task.de) mit Hilfe des Django-Frameworks. Im Sommersemester hatte das HPI ein Seminar zum Thema "Web 2.0" angeboten, in dessen Rahmen viele Studenten mit Django Erweiterungen für Tele-Task entwickelt hatten.