Hasso-Plattner-Institut
 

20.05.2008

Berlin/Potsdam. Was frustriert die Berliner an den Gebäuden, am Verkehr, an den Leuten oder an irgendeinem anderen Aspekt des Lebens in der Bundeshauptstadt? Antworten auf diese Frage erhoffen sich die 40 Studierenden der „School of Design Thinking“ am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) vom DMY / International Design Festival Berlin am kommenden Wochenende: Europas erste Innovationsschule für Studenten will am 24. und 25. Mai beim Festival in der Arena Berlin, Eichenstraße 4, Stand 185, mit Einwohnern und Besuchern zusammen neue Lösungen fürs urbane Leben in Deutschlands Metropole suchen.

„Ausgehend vom Festivalmotto ‚The sky is not the limit’ wollen wir vorhandene Begrenzungen und Barrieren im städtischen Raum überwinden und mit den Gästen Lösungen entwickeln, die für mehr Stadtlust sorgen“, sagt Prof. Ulrich Weinberg, Leiter der HPI School of Design Thinking. Sie lehrt Studenten von Berliner und Brandenburger Universitäten und Hochschulen, wie sie in gemischten Teams aus herausragenden Spezialisten unterschiedlicher Fachdisziplinen nutzerfreundliche Innovationen für alle Lebensbereiche entwickeln können – also nicht nur für die Informationstechnologie. Modell steht dabei die „d.school“ der renommierten Stanford University, das Schwesterinstitut des Potsdamer HPI.

„Wem beim Nachdenken über sein Berlin-Erleben eine frustrierende Stadtraum-Macke auffällt, sollte diese aufschreiben, die Situation möglichst bebildern und sie in den nächsten Tagen schicken an unsere E-Mailadresse urbanfrust2008(at)hpi.uni-potsdam.de“, appelliert Weinberg an die Berliner. Am Samstag und Sonntag kann dann beim Designfestival in der Treptower Arena Berlin (S-Bahnhaltestelle Treptower Park) beobachtet werden, wie die HPI School of Design Thinking unter Mitwirkung der Zuschauer versucht, mit ihrer Methode innovative Problemlösungen zu entwickeln. Die Aktivitäten starten an beiden Tagen um 12 Uhr, am Samstag zusätzlich noch um 17 Uhr. Jeweils vier Stunden später werden erste prototypische Ergebnisse präsentiert.

Weinberg hofft, beim International Design Festival Berlin auch mit interessierten Professoren und Studenten aus der Region zusammenzutreffen, die ab Oktober das zweite Studienjahr an der HPI School of Design Thinking mitgestalten wollen. Bewerbungen sind noch bis zum 15. Juli möglich. Näheres dazu im Internet unter http://www.hpi.uni-potsdam.de/d-school/bewerbung.html.

 

Kurzprofil

Die „School of Design Thinking“ des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts lehrt seit Oktober 2007 Studierende aller Fachrichtungen, mit der Methode des „Design Thinking“ innovative Produkte und –Dienstleistungen für alle Lebensbereiche zu entwickeln. Ihr Partner und berühmtes Vorbild: die „d.school“ an der US-Eliteuniversität Stanford im Silicon Valley. Revolutionär an der neuen akademischen Zusatzausbildung ist, dass sowohl die drei bis vier Studenten pro Lerngruppe als auch ihre Professoren und Dozenten jeweils aus unterschiedlichen Disziplinen kommen. So stammen beispielsweise die 40 Studierenden des ersten Jahrgangs aus 30 Fachgebieten. Ihnen steht ein Dutzend erfahrener Professoren und Dozenten aus verschiedenen Fachbereichen Berliner und Brandenburger Universitäten zur Seite. Das zweisemestrige Zusatzstudium am HPI richtet sich an Studierende, die kurz vor dem Diplom-, Master- oder Magister-Abschluss in ihrer Disziplin stehen oder kürzlich ihr Fachstudium beendet haben. Pro Semester werden höchstens 40 Studierende angenommen. Die Studiendauer beträgt ein Jahr - bei zwei Präsenztagen in Potsdam pro Woche. Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des HPI bescheinigt.