Hasso-Plattner-Institut
 

17.11.2009

Veröffentlichungssperrfrist: 17.11.2009, 17.00 Uhr!

Potsdam. Die von Stifter Prof. Hasso Plattner aus Anlass des zehnten Geburtstags seines Potsdamer Instituts angekündigte Einrichtung eines Spitzenforschungslabors soll künftig das vorantreiben, was in der Informatik als Service-Oriented Computing (SOC) bezeichnet wird. Institutsintern spricht man deshalb vom „Future SOC Lab“. Es ist Teil der HPI-Initiative 010.

Auf modernster Hard- und Software, die IT-Konzerne derzeit noch entwickeln und für das HPI-Spitzenforschungslabor bereitstellen werden, sollen vom nächsten Jahr an realitätsnah neue Konzepte erprobt werden. „Es geht dabei unter anderem um die Ausnutzung der Potenziale künftiger Rechner-Architekturen mit vielen Prozessor-Kernen und neuen Hauptspeicher-Strukturen“, verrät HPI-Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel. Ferner werde experimentiert mit Techniken der Virtualisierung (Methoden zur Zusammenfassung oder Aufteilung von Computer-Ressourcen) und des Cloud Computing (Anwender beziehen akut benötigte Rechenleistung aus externen Rechenzentren, die weltweit verteilt übers Internet verfügbar sind). Als Projektpartner unterstützten Konzerne der Informations- und Kommunikationstechnologie das Labor.

„Wir gehen bei unseren Forschungen prinzipiell von parallelen Berechnungsverfahren und Rechenleistung auf Abruf, also on-demand, aus“, erläutert Meinel. Anders als sonst in der akademischen Forschung üblich, stünden reale Datensätze aus der Wirtschaft zur Verfügung. „Dank der exzellenten Branchenkontakte unsere Stifters werden wir mit großen Mengen echter Unternehmensdaten aus der Wirtschaft forschen können“, freut sich der Institutsdirektor. Selbstverständlich unterliegt das Material strengster Geheimhaltung.

Herausbekommen wollen die Wissenschaftler, wie riesige Mengen solcher Unternehmensdaten mit den neuen Mitteln praktisch ohne Zeitverzögerung verarbeitet werden können. „Das HPI-Spitzenforschungslabor für das Service-Oriented Computing der Zukunft wird aber - und das ist eine bewusste Entscheidung - auch interessierten Forschern anderer, vornehmlich  deutscher Hochschulen offen stehen“, kündigt Meinel an. Sie können Forschungsideen einreichen. Ein Steering Committee entscheidet dann über die Zuweisung von Labor-Ressourcen.

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