Hasso-Plattner-Institut
 

15.09.2009

Potsdam/Berlin. Mit 52 besonders begabten und interessierten Jugendlichen aus Brandenburg und Berlin hat die Schülerakademie des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II für die Informatik begeistern und wird vom brandenburgischen Ministerium für Bildung, Jugend und Sport unterstützt.

Auf einen im Juni veröffentlichten Aufruf hin bewarben sich bis Mitte Juli rund 80 Jugendliche aus Brandenburg und Berlin beim HPI. Den ausgewählten Teilnehmern werden nun drei Arbeitsgemeinschaften geboten, in denen sie sich ein Schuljahr lang für ein mögliches späteres Informatikstudium vorbereiten können. Eine Arbeitsgemeinschaft ist aus 20 Schülerinnen und Schülern der Klassen 11 bis 13 gebildet, die beiden anderen Gruppen bestehen aus jeweils 16 Teilnehmern der Klassen 7 bis 10.

„Betreut von wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten des HPI sowie Informatik- und Mathematik-Lehrern sollen sich die jungen Teilnehmer vielen spannenden Fragen widmen und Spaß an der Informatik gewinnen“, sagte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel zur Eröffnung. So wird es in den beiden Arbeitsgemeinschaften für die Sekundarstufe I zum Beispiel um die Einführung in die Programmierung anhand von Computerspielen gehen. Ferner stehen die Messung und Verarbeitung von Umweltdaten auf dem Programm sowie die Entwicklung und der Einsatz von Software für Robotino-Roboter. Den Teilnehmern aus der Sekundarstufe II bietet die HPI-Schülerakademie Lehreinheiten zur computergestützten Entwicklung von Mikrochips, zu den mathematischen Ideen hinter den Computerstrategien anspruchsvoller Brettspiele und zur Bündelung und Anzeige von Standortdaten bei der Mobilfunkkommunikation.

„Es ist uns sehr wichtig, mehr junge Leute für ein Studium in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern“, erläuterte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Die Entscheidung für die Querschnittswissenschaft Informatik falle umso leichter, je spannender und anschaulicher im Mathematikunterricht die Schlüsselkompetenz des strukturierten Denkens vermittelt werde, betonte Meinel. Der Wissenschaftler erinnerte daran, dass viele Stellen für hoch qualifizierte Spezialisten im Bereich Informationstechnologie derzeit unbesetzt und die Job-Aussichten also entsprechend gut seien.

Die Treffen am HPI in Potsdam-Babelsberg finden in den beiden Arbeitsgemeinschaften für die Sekundarstufe I wöchentlich und in der AG für die Sekundarstufe II 14-täglich statt. Sie dauern jeweils zwei Schulstunden lang, also eineinhalb Stunden. Das Institut ist für Teilnehmer aus Brandenburg und Berlin sowohl mit dem Bus als auch mit der Bahn (Bahnhof Griebnitzsee) leicht zu erreichen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 450 Studenten genutzt wird. Insgesamt gut ein Dutzend Professoren und über 50 weitere Lehrende sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Das HPI kam beim jüngsten CHE-Hochschulranking unter die besten vier Informatikstudiengänge im deutschsprachigen Raum, die sich Rang 1 teilen.

Diese Pressemitteilung als Download (.pdf)