Hasso-Plattner-Institut
 

19.01.2009

Potsdam/Hannover. Die CeBIT 2009 zu einem persönlichen Innovationserlebnis für alle Besucher zu machen, versprechen die beiden Hasso-Plattner-Institute aus Deutschland und Kalifornien. Gemeinsam werden sie während der gesamten Messe im „Future Parc“ (Halle 9) eine Art Innovations-Schule betreiben. „Innovation lernen – Ideenwelten öffnen“ lautet das einladende Motto. Sowohl die CeBIT-Gäste vor Ort als auch Internetnutzer können live mitmachen und täglich lernen, wie man frische neue Ideen für nutzerfreundliche Produkte und Dienstleistungen entwickelt. Gleichzeitig geht es darum, erfindungsreich die Ursachen für Technikärger zu beseitigen. Der kreative Prozess läuft rund um die Uhr und rund um die Welt – durch Vernetzung mit Kalifornien. Und im World Wide Web kann jeder Surfer den Vorgang sowohl per Video mitverfolgen, als auch über ein Blog aktiv beeinflussen und kommentieren.

Die Innovationsspezialisten von der HPI School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts an der Uni Potsdam und ihre kalifornischen Kollegen von der „d.school“ des Hasso Plattner Institute of Design an der Stanford University im Silicon Valley wollen sich an den aktuellen großen CeBIT-Themen orientieren: Leben in der vom Internet bestimmten Gesellschaft („Webciety“), umweltfreundliche Lösungen der Informations- und Kommunikations-Technologie („Green ICT“), Sicherheit und Datenschutz in der digitalen Welt („IT Security“) sowie IT-Nutzung im Gesundheitswesen („E-Health“), im Behördenverkehr („E-Government“) und im Bildungswesen („E-Learning“). Angestrebt wird, was sich die Anwender dringend wünschen, was aber auch machbar und Erfolg versprechend ist.

„An jedem Messetag wird unser Expertenteam aus Potsdam und Palo Alto mit dem Publikum vor Ort und im Internet daran arbeiten, nutzerfreundliche neue Lösungen oder Verbesserungen für einen dieser Bereiche zu entwickeln“, sagte Prof. Christoph Meinel, der Direktor des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts, am Montag (19. Januar) auf einer Pressekonferenz zur „CeBIT Preview“ in Hamburg. Jeweils genau 24 Stunden Zeit haben die beiden „Design Think Tanks“, um eine spezielle Herausforderung nach den Regeln der Innovationsmethode Design Thinking zu bewältigen. Im gut 300 Quadratmeter großen Innovationslabor auf der Galerie in CeBIT-Halle 9 steht das gesamte Inventar der HPI School of Design Thinking bereit, damit die Aufgaben dynamisch angepackt werden können: Mobile weiße Wandtafeln, fahrbare Arbeitstische, bewegliche rote Sofas, bunte Sitzwürfel, neonfarbene Haftnotizzettel sowie Projektoren unterstützen die kreativen Querdenker beim Austüfteln.

Ans Werk machen sich kleine, gemischte Teams, die sechs Schritte zu absolvieren haben: Verstehen, Beobachten, Standpunkt definieren, Erfinden/Visualisieren, Prototyp entwickeln und Testen. Diese Phasen können jederzeit und in unterschiedlicher Reihenfolge wiederholt werden, bis eine möglichst optimale Problemlösung erreicht ist. „Wichtig dabei ist radikale Zusammenarbeit von Spezialisten aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten“, erläuterte Prof. Ulrich Weinberg, Leiter der HPI School of Design Thinking in Potsdam.

Erfinderisches Entwickeln rund um die Uhr und rund um die Welt
Endet der Messetag in Hannover, übernimmt die d.school des Hasso Plattner Institute im Silicon Valley und macht genau an dem Punkt weiter, der letzter Stand der Entwicklungen in Hannover war. An der Stanford University, wo dann gerade der Arbeitstag beginnt, werden die Ideen aus Deutschland Schritt für Schritt „weitergesponnen“ – bis kurz nach Mitternacht kalifornischer Zeit. Dann übernimmt wieder das deutsch-amerikanische Innovatoren-Team im Future Parc der CeBIT-Halle 9, wo gerade der neue Messetag startet. „Damit demonstrieren wir, dass mit geballter Teamarbeit Design Thinking rund um die Uhr und rund um die Welt betrieben werden kann“, betont HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel.

„Innovationen liegen besonders den Führungskräften der Wirtschaft am Herzen, weil sie wichtige Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile liefern“, unterstreicht Meinel. Deshalb sieht er Design Thinking mit seinem ganzheitlichen und nutzerorientierten Ansatz als notwendige Kompetenz für künftiges Management an. Aus diesem Grund wollen die beiden Innovationsschulen Interessenten aus dem Management auf der CeBIT das Design Thinking schmackhaft machen. Aber auch Journalisten werden die Methode vorgestellt bekommen.

Erstes Buch zum Design Thinking erscheint kurz vor der CeBIT
Rechtzeitig zur CeBIT 2009 im „Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation“ erscheint das erste Buch zum Thema Design Thinking. Herausgeber des einführenden Werks zu der Innovationsmethode sind der SAP-Aufsichtsratsvorsitzende und HPI-Stifter Prof. Hasso Plattner sowie die Professoren Christoph Meinel und Ulrich Weinberg. Das Buch „Design Thinking“ mit dem Untertitel „Innovation lernen – Ideenwelten öffnen“ bringt der mi-Wirtschaftsbuch-Verlag am 20. Februar auf den Markt.

 

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