Hasso-Plattner-Institut
 

19.06.2009

Potsdam. Mit einer Rekordbeteiligung von 100 Gästen ist am Freitag das zweitägige Forschungskolleg-Symposium des Hasso-Plattner-Instituts zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt der Tagung standen neueste Trends im Service Computing. Spitzenforscher der Konzerne Microsoft, IBM und SAP, aber auch von Universitäten in Haifa, Kapstadt, Oslo, Karlsruhe, Berlin (HU und TU) und Cottbus tauschten sich mit den 28 Mitgliedern der HPI Research School über aktuelle Fragestellungen in Zusammenhang mit dem Cloud Computing, also dem Prinzip der Teilung von Computer-Ressourcen, aus. Stifter Prof. Hasso Plattner berichtete am Donnerstag über neueste Forschungsergebnisse seines HPI-Fachgebiets zum Umgang von Unternehmens-Softwaresystemen mit sehr großen Datenmengen. Die entwickelte In-Memory-Technik  trägt mit superschnellem Datenbankeinsatz dazu bei, dass Großunternehmen künftig in Sekundenschnelle betriebswirtschaftliche Analysen jeder Art erzeugen können, die bislang sehr zeitaufwändig waren.

Prof. Henning Kagermann, bis vor kurzem Vorstandsvorsitzender der SAP AG, referierte am Freitag auf dem Symposium zum Thema „Erfahrungen und Trends im Bereich Unternehmenssoftware“. Mehrere Doktoranden aus dem HPI-Forschungskolleg präsentieren neueste wissenschaftliche Arbeiten auf dem Feld des Service Computing. Dabei geht es unter anderem darum, dass Software-Anwendungen nicht mehr vom Endnutzer selbst, sondern von Anbietern entsprechender Dienste (Services) ausgeführt würden.

An dem jährlich stattfindenden Symposium nahmen erstmals auch Shikoh Gitau und Raymond Mugwanya teil, zwei Stipendiaten der HPI Research School at University of Cape Town teil, der ersten „Zweigstelle“ des HPI-Forschungskollegs. Ihr Betreuer Prof. Gary Marsden von der University of Cape Town referierte bei der Tagung über „Informations- und Kommunikations-Technologien zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Afrika“. 

Hinweis für Redaktionen:

Die Vorträge des Symposiums können/konnten auch als Live-Stream auf der HPI-Plattform www.tele-task.de verfolgt werden. In Kürze stehen sie alle auch zum on-demand-Download zur Verfügung.

Kurzprofil Hasso Plattner-Institut

Das Hasso Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 450 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Beim jüngsten Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) schnitt das HPI als eine von vier Universitätseinrichtungen ab, die im deutschsprachigen Raum die besten Informatikstudiengänge anbieten.

Bildmaterial zu dieser Pressemitteilung

Diese Pressemitteilung als Download (.pdf)