Hasso-Plattner-Institut
 

08.04.2011

Potsdam. Zum Start des „Vision Summit“, der weltweit größten Konferenz für soziales Unternehmertum und sozialverantwortliches Business, haben 250 Teilnehmer sich am Donnerstag in einem Workshop damit beschäftigt, wie komplexe soziale Probleme mit der Innovationsmethode des Design Thinking behandelt werden können. Zu den innerhalb eines Tages entwickelten Ansätzen gehörte unter anderem eine Handyapplikation, die beim Einkaufen auf solche alternativen Produkte hinweist, die den eigenen Nachhaltigkeitsprinzipien entsprechen. Auch die Idee für ein Internetspiel, das in sozialen Netzwerken durch kleine Aufgaben unter Freunden zu nachhaltigerem Verhalten anregen soll, wurde kreiert. Diese und weitere Lösungsansätze bekommen die Teilnehmer der Vision Summit-Konferenz am Samstag, 9. April, ab 9.40 Uhr im Haus 6 der Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, präsentiert.

Bei der Auftaktveranstaltung zum Vision Summit handelte es sich um den europaweit größten Innovationsworkshop zum Thema soziale Innovationen.
Veranstalter war die School of Design Thinking des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI). Der Vision Summit selbst ist eine vom Genisis-Institut initiierte Leitkonferenz. Auf ihr treffen sich Engagierte aus Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit dem Ziel, für eine neue Qualität sozialer Bewegung zu sorgen.

„Soziale gesellschaftliche Herausforderungen zeichnen sich durch einen hohen Grad an Komplexität aus. Gerade hier eignet sich der multidisziplinäre Innovationsansatz „Design Thinking“, um neue Lösungsansätze zu entwickeln und wirtschaftlich tragfähige Innovationen hervorzubringen“, sagte Prof. Ulrich Weinberg, Leiter der HPI School of Design Thinking. Durch den Workshop wollte die Einrichtung dazu beitragen, Innovationen im sozialen Bereich voranzubringen und dadurch einen neuen Schwung in die Bewegung des sozialen Unternehmertums einfließen zu lassen. „Nie zuvor haben wir bislang bei einer einzigen Gelegenheit so viele Interessierte in die Grundlagen des Design Thinking einführen können“, freute sich Weinberg.

Am Donnerstag lernten die Teilnehmer in 33 moderierten Kleingruppen mit bis zu sieben Personen den systematischen Innovationsansatz kennen und wandten ihn versuchsweise gleich auf den Themengebieten Social Entrepreneurship, Bildung und Ökologie an. Themenstellungen waren unter anderem: Wie können soziale Innovationen zu selbsttragenden Geschäftskonzepten weiterentwickelt werden? Wie können Jugendliche zu engagierten „Agenten ökologischer Nachhaltigkeit“ gemacht werden? Wie lassen sich gleiche soziale Bildungsbedingungen für Schüler erreichen? Welche Maßnahmen sind nötig, um die „träge Masse“ zu mehr nachhaltigem ökologischen Handeln anzuregen?

 

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