Hasso-Plattner-Institut
 

19.11.2012

Prof. Ulrich Weinberg (HPI School of Design Thinking), Prof. Liao, Xiangzhong (Vizepräsident, CUC) und ihre Teams eröffnen die CUC- D-School in Peking

Potsdam/Beijing. Nach zweijähriger Vorbereitungszeit hat an der Pekinger Communication University of China (CUC), der größten chinesischen Medienuniversität, eine School of Design Thinking den Lehrbetrieb aufgenommen. Sie folgt dem Vorbild von Europas erster Innovationsschule für Studenten, der HPI School of Design Thinking des Potsdamer Hasso- Plattner-Instituts. Das entsprechende Programm an der CUC ist mit 60 Studenten und 20 Lehrern aus den verschiedenen Fakultäten der Pekinger Kommunikationsuniversität gestartet. Design Thinking-Experten aus Potsdam hatten zuvor in speziellen Workshops insgesamt 25 chinesische Trainer geschult.

Die neue Einrichtung ist zunächst Teil der Animation School der CUC, an der Prof. Ulrich Weinberg, der Leiter der HPI School of Design Thinking, seit 2004 als Gastprofessor tätig ist. Sie wird jedoch offen für die Studenten und Professoren aller Fachrichtungen sein, um Interessenten aus möglichst vielen verschiedenen Disziplinen ausbilden zu können. „Es gibt bereits Pläne, in den nächsten Jahren die Design Thinking-Aktivitäten auf weitere Pekinger Universitäten auszuweiten“, berichtet Weinberg. Um künftig ein profundes Innovations-Programm zu etablieren, das sich nicht nur auf medienspezifische Themen konzentriert, werde das Team der Potsdamer HPI School of Design Thinking weiterhin regelmäßige Workshops in China veranstalten.

Prof. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts, freut sich über die Erweiterung des HPI-Engagement in China: „Schon seit 2002 arbeiten wir in der Informationstechnologie mit der Technischen Universität Peking (BJUT) zusammen, haben seit 2010 mit der HPI Research School in Nanjing eine Außenstelle unseres Forschungskollegs an der dortigen Universität und arbeiten im Cloud Computing eng mit Informatikwissenschaftlern der Shanghai University zusammen. Die CUC School of Design Thinking ist nun ein weiterer wichtiger Kooperationspartner in China“, betont Meinel. Die CUC ist nach seinen Worten „die Wiege des chinesischen Radios und Fernsehens“. Sie sei damit die geeignete Institution, um die Innovationsmethode Design Thinking in China bekannt zu machen, sagt der Wissenschaftler, der auch das HPI-Fachgebiet Internet-Technologien und –Systeme leitet.

Die Kooperation mit Industrieunternehmen ist von Anfang an Teil des Design Thinking-Curriculums der CUC, die vor 50 Jahren gegründet wurde und auch als größte Medienuniversität der Welt gilt. Von den chinesischen Studenten durchgeführte Innovationsprojekte können sowohl zusammen mit asiatischen als auch mit europäischen Industriepartnern realisiert werden. „So können die Auftraggeber von den unterschiedlichen kulturellen Perspektiven profitieren“, betont Weinberg. Nach seinen Angaben haben Unternehmen wie Panasonic, Hewlett Packard, Siemens und SAP bereits ihr Interesse bekundet.

Das nächste Familienmitglied in der Reihe von Innovationsschulen wird die School of Design Thinking in Malaysia sein. Sie wird im Beisein des malayischen Ministerpräsidenten im Februar 2013 in Kuala Lumpur eröffnet werden.

Hinweis für Redaktionen:
Anlässlich des fünften Geburtstags der HPI School of Design Thinking haben wir diese Hintergrundinformationen bereitgestellt: http://www.hpi.uni- potsdam.de/presse/mitteilung/beitrag/fuenf-jahre-hpi-school-of-design-thinking-eine-erfolgsgeschichte.html

 

Hintergrund zur HPI School of Design Thinking

Seit 2007 bietet die HPI School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam-Babelsberg (http://www.hpi.uni-potsdam.de/d_school/home.html) ein europaweit einmaliges Zusatzstudium „Design Thinking“ an. Nach dem Vorbild des Schwesterinstituts "HPI d.school" an der der US-Eliteuniversität Stanford im Silicon Valley (http://dschool.stanford.edu) vermittelt die akademische Zusatzausbildung "Design Thinking" Studierenden höherer Semester aus allen Disziplinen die Fähigkeit, in kleinen multidisziplinären Teams besonders benutzerfreundliche Produkte und Dienstleistungen für alle Lebensbereiche zu entwickeln. Projekte finden in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen statt. Pro Semester werden bis zu 120 Studierende ausgebildet – je 40 in zwei Basic-Kursen und einem Advanced-Lehrgang. Mittlerweile studieren Bewerber aus 22 Nationen an der HPI School of Design Thinking. Die Ausbildungsdauer beträgt ein oder zwei Semester - bei zwei Präsenztagen in Potsdam pro Woche. Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des Instituts bescheinigt. Den Studierenden stehen erfahrene Professoren und Dozenten aus verschiedenen Fachbereichen und Disziplinen zur Seite.

 

Link zur Pressemitteilung