Hasso-Plattner-Institut
 

08.10.2012

Potsdam. Das vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) entwickelte und seit vielen Jahren eingesetzte System „Tele-Task“ (Tele Teaching Anywhere Solution Kit) ist eine innovative Technologie für die Aufzeichnung und Übertragung von Vorlesungen und Vorträgen über das Internet. Sie ermöglicht unkompliziertes Aufnehmen von Vortrags- und Lehrveranstaltungen und gleichzeitiges Bereitstellen als Web-Video für den Live-Zugriff oder für das Herunterladen zu einem späteren Zeitpunkt.

Auf seinem E-Lecture-Portal www.tele-task.de bietet das HPI mittlerweile über 4.000 Video-Aufzeichnungen kompletter Vorlesungen und 13.000 Video-Podcasts mit einzelnen Vorlesungsabschnitten an. Sie stammen von mehr als 1.500 Dozenten und sind frei für jedermann verfügbar. Rund 30 Millionen Mal wurde bislang auf das Material zugegriffen. Dieses Reservoir an aktuellen E-Lectures bildet gewissermaßen das Rückgrat für die offenen Online-Kurse, die das Institut seit September 2012 kostenlos über die neue Internet-Bildungsplattform http://openhpi.de anbietet. Zusätzlich zu einzelnen Lehrvideos offeriert diese innovative Plattform jeweils vertiefendes Lese-Material, automatisch ausgewertete Selbsttests mit Übungsfragen für die Eigenkontrolle des Lernfortschritts sowie Hausaufgaben, Diskussionsforen und Lerngruppen. openHPI bietet so ein Dach für eine weltweite Community von Lernenden im Social Web.

Die professionelle und praxisbewährte Systemlösung Tele-Task zeichnet sich durch einfachste Bedienung und brillante Bild- und Tonqualität aus. Die Geräte bilden ein so handliches und kompaktes System, dass es komplett in einen Pilotenkoffer passt. Dank Tele-Task kann jeder Interessent weltweit online auf Schulungen, Präsentationen und Events zugreifen – sowohl auf Live-Übertragungen als auch auf archivierte Aufzeichnungen. Eigene Vorträge lassen sich ins Internet sowie auf portable Endgeräte wie zum Beispiel iPod oder Mobiltelefon übertragen und auch per CD-ROM oder DVD veröffentlichen. So kann, wer unterwegs ist, diese Zeit für die Informationsaufnahme und fürs Lernen nutzen.

Das Tele-Task-System befindet sich in einer kompakten Box und besteht aus einem speziell konfigurierten Rechner, auf dem die entsprechende Software einsatzfertig installiert ist. Außerdem gehören Videokamera, Mikrofon und entsprechende Verbindungskabel zum Equipment. Die Tele-Task-Videos und -Podcasts zeigen zusätzlich zum Vortragenden auch dessen jeweilige Laptop- oder Tafel-Präsentation. Bislang übertragen herkömmliche Lernvideos lediglich Bilder vom Redner selbst plus seine Sprache oder kommentierte Präsentationsfolien. Das HPI hingegen verwendet eine selbst entwickelte Bild-im-Bild-Technik, die auf das kleine Display des iPods und anderer mobiler Video-Abspielgeräte angepasst sind.

Zusätzlich zu seiner eigenen Plattform www.tele-task.de gibt das Hasso-Plattner-Institut aber auch über iTunes U jedem die Möglichkeit, aktuelle IT-Lernstoffe nach individuellem Bedürfnis auszuwählen, auf den Computer herunterzuladen und auf mobilen Geräten abzuspielen. Mit diesem Tele-Teaching, das auf Vorlesungsaufzeichnungen („E-Lectures“) zurückgreift, stillt das HPI das wachsende Bedürfnis nach professionellem, branchenspezifischem Wissenstransfer. Das HPI registrierte bereits fast vier Millionen Downloads seiner Vorlesungs-Podcasts über die Plattform (http://itunes.hpi.uni-potsdam.de). Die dort mittlerweile verfügbaren 6.700 Kurzvideos zu Themen der Informationstechnologie werden durchschnittlich 20.000 Mal pro Woche heruntergeladen. Das HPI gehört zu den ersten vier Elite-Einrichtungen in Deutschland, die seit Januar 2009 Lehrinhalte im Uni-Bereich der internationalen Plattform des Unternehmens Apple zugänglich machen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 460 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet 120 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zehn HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen neun Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit openHPI bietet das Institut seit Anfang September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.

 

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