Hasso-Plattner-Institut
 

02.09.2014

Pressemitteilung

HPI-Studenten wollen mit neuer Web-App Kunsthandel in Europa beleben

Potsdam. Eine moderne Web-Applikation für Kunstliebhaber und neugierige Entdecker - mit dieser Geschäftsidee sind drei Studenten des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) als Jungunternehmer an den Markt gegangen. Beim dritten Businessplanwettbewerb des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und des Wagniskapitalfonds Hasso Plattner Ventures (HPV) kam das studentische Gründer-Trio Johannes Hoppe (25) aus Potsdam, Lucas Wagner (23) und Tim Borchmann (25, beide aus Berlin) in die Finalrunde. Drei Teams durften an ihr teilnehmen.

“Viele Menschen haben Interesse an Kunst, aber wissen nicht, was ihnen gefällt oder scheuen sich davor, in eine Galerie zu gehen” sagt HPI-Student Johannes Hoppe. Oft gebe es auch das Vorurteil, Originale seien zu teuer und nur etwas für Reiche. “Das Gegenteil ist richtig. Es gibt viele unbekannte, aber talentierte Künstler, die ihre Kunst zu vernünftigen Preisen anbieten möchten. Meist fehlen ihnen jedoch das Know-How und die Kontakte, um Käufer für ihre Kunst zu finden”, stellt Tim Borchmann fest.

Hier setzt er mit seinen beiden HPI-Kommilitonen und der App „Veerkant“ an. Über die im Stil von Instagram und Pinterest aufgebaute Plattform können Besucher spielerisch Kunstwerke entdecken und erleben. Ein intelligenter Algorithmus erkennt automatisch den Geschmack des Nutzers und zeigt weitere für den Besucher interessante Bilder an. Alle Werke auf Veerkant sind sorgfältig ausgewählt und professionell aufbereitet.

Versand und Abrechnung werden von „Veerkant“ erledigt. Im Gegenzug erhält das Start-Up eine Kommissionszahlung für verkaufte Bilder. Werben wollen die studentischen Jungunternehmer nicht nur online, sondern durch Kooperationen mit örtlichen Design- und Einrichtungsgeschäften. Darüber hinaus will das Trio regelmäßig Ausstellungen in wechselnden Städten organisieren, damit Kunstinteressierte die Werke auch hautnah erleben können.

Hintergrund Businessplan-Wettbewerb

Das Hasso-Plattner-Institut hat Erfolg damit, mehr Studenten für eine Karriere als Unternehmer zu interessieren: 18 Teams von Studierenden und Doktoranden haben im Sommersemester 2014 an dem zum dritten Mal veranstalteten Businessplan-Wettbewerb teilgenommen. Drei Teams kamen in die Endrunde des Wettbewerbs um die kreativste und erfolgversprechendste Geschäftsidee. Die Wettbewerbsjury aus den Geschäftsführern des Hasso-Plattner-Instituts und des Wagniskapitalfonds Hasso Plattner Ventures (HPV) sowie externer Fachleute wählte daraus das Siegerteam aus. Zur Gründung eines eigenen Unternehmens erhalten die angehenden Jungunternehmer Startkapital und Sachunterstützung im Wert von insgesamt rund 100.000 Euro.

In der Summe enthalten sind zum Beispiel Gründerstipendien des HPI für die Zeit nach Abschluss des Studiums sowie Startkapital und Unterstützung durch Geschäftsräume und Coaching. Diese stellt der Wagniskapitalfonds HPV den siegreichen studentischen Jungunternehmern in spe bereit. Alle Maßnahmen haben eine Laufzeit von einem Jahr. Der Wettbewerb wird von Deutschlands Elite-Schmiede für IT-Ingenieure gemeinsam mit dem Wagniskapitalfonds HPV ausgerichtet. Am Hasso-Plattner-Institut rundet er das Ausbildungsangebot im Bereich IT-Entrepreneurship ab.

Mit solchen zusätzlichen Anreizen will das Institut den Kreis junger Start-up-Unternehmen rund ums HPI nachhaltig ausweiten und das Land wirtschaftlich voranbringen. Seit der Aufnahme des Lehrbetriebs im Jahr 1999 haben HPI-Studierende bereits mehr als 30 Unternehmen gegründet und den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. Die Kombination aus praxisnaher universitärer Ausbildung und eingebundener Entrepreneurship-Förderung am HPI ist einzigartig und lässt die jungen Talente in Potsdam doppelt profitieren.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 470 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet pro Jahr 240 Plätze für ein Zusatzstudium an.

Insgesamt zehn HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen neun Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit openHPI bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.