Hasso-Plattner-Institut
 

15.01.2016

Pressemitteilung

HPI-Camp macht Schüler aus ganz Deutschland fit für die Informatik

Potsdam. Am Hasso-Plattner-Institut (HPI) sind vom 22. bis 24. Januar 41 talentierte Nachwuchsinformatiker aus ganz Deutschland zu Gast. Die 36 Schüler und fünf Schülerinnen hatten erfolgreich an der ersten Runde des 34. Bundeswettbewerbs Informatik (BwInf) teilgenommen. In dem HPI-Camp sollen die Teilnehmer nun auf die kniffligen Aufgaben der zweiten Runde vorbereitet werden. Die Jugendlichen bekommen außerdem Gelegenheit herauszufinden, ob der deutschlandweit einmalige Studiengang IT-Systems Engineering, der am HPI angeboten wird, zu ihnen passt.

Bei dem Camp werden die Teilnehmer, die sich dafür am HPI beworben hatten, in Teams algorithmische Aufgaben bearbeiten: Die Schüler erstellen kleine Programme, um eine logische Lösung für ein alltägliches Problem zu finden. Für jede richtig gelöste Aufgabe erhalten die Gruppen Punkte. Diese können die Teilnehmer dann in dem virtuellen Spiel „Zug um Zug“ nutzen, um Zugstrecken auszubauen. Ziel ist es dabei, möglichst große Streckenabschnitte zu vollenden, um die anderen Teams zu überholen.

Die jungen Nachwuchsinformatiker werden bei dem Camp von einem auf Schülerförderung spezialisierten HPI-Studentenklub betreut und in die Programmiersprache Java sowie die Entwicklungsumgebung Eclipse eingeführt. Des Weiteren bekommen die Teilnehmer wichtige Grundlagen der Softwareentwicklung, des objektorientierten Programmierens und der Entwicklung komplexer Algorithmen vermittelt. In einer abschließenden Präsentation am Sonntag, dem 24. Januar, werden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen präsentiert.

Hinweis für Redaktionen: Bei Teilnahmewunsch bitten wir um Anmeldung unter presse(at)hpi.de oder 0331–5509-175.

Weitere Informationen zu Schülerveranstaltungen des HPI gibt es hier: http://www.hpi.de/schueler.

Hintergrund zum Bundeswettbewerb Informatik

Der Bundeswettbewerb Informatik findet seit 1980 statt und ist damit der traditionsreichste unter den Bundesweiten Informatikwettbewerben (www.bwinf.de). Talente zu entdecken und zu fördern ist Ziel dieses Leistungswettstreits, an dem jährlich rund 1.000 junge Menschen unter 21 Jahren teilnehmen. Allen Teilnehmern stehen weitergehende Fördermaßnahmen offen, die Sieger werden ohne Aufnahmeverfahren in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Der Bundeswettbewerb Informatik stehet unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von den Kultusministerien der Länder empfohlen. Die jüngeren Finalisten können vom dritten BwInf-Format profitieren: Sie nehmen am Verfahren zur Auswahl des deutschen Teams für die Internationale Informatik-Olympiade (IOI) teil und haben damit die Chance, sich mit Spitzentalenten aus der ganzen Welt zu messen. Unter den ehemaligen BwInf-Siegern sind sowohl Professoren als auch Firmengründer.

Das HPI arbeitet seit Jahren eng mit dem Bundeswettbewerb zusammen. 2005 richtete es die 23. Endrunde und 2012 das 30. Finale in Potsdam aus. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe werden von der Gesellschaft für Informatik (GI), dem Fraunhofer-Verbund IuK-Technologie und dem Saarbrücker Max-Planck-Institut für Informatik getragen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH an der Universität Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 480 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet 240 Plätze für ein Zusatzstudium an.

Insgesamt zwölf HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen zehn IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit openHPI.de bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.