Hasso-Plattner-Institut
 

13.09.2016

Pressemitteilung

HPI-Studententeam erhält bis zu 100.000 Euro für eigene Start-up-Idee

Mit einem Programm, das automatisch Fehler in Software findet, hat das Studententeam "Feram" die Jury überzeugt und den vierten Businessplan-Wettbewerb des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) gewonnen, der erstmals in Kooperation mit dem HPI Seed Fund organisiert wurde. Am Mittag des 13. Septembers erhielten die Studenten Adrian Sieber (24) und Benjamin Karran (28) Startkapital und Sachunterstützung im Wert von bis zu 100.000 Euro zur Umsetzung ihrer Geschäftsidee.

Das Gründer-Duo pitchte ein nutzerfreundliches und offenes Programm, das automatisch Fehler in Software finden und beheben kann. "Viele Fehler, die heutzutage in Software auftreten, kosten Unternehmen Geld, Zeit und Nerven, obwohl das durch eine automatisierte Fehlererkennung und -behebung verhindert werden könnte" so Adrian Sieber. Der Vorteil von Feram gegenüber anderer Software läge dabei in einer einfachen Integration. "Wir werden den Preis dazu nutzen, weitere Module im Programm zu implementieren und erste Kunden zu gewinnen, damit Feram bekannt wird," so Benjamin Karran. Beide Gründer haben IT-Systems Engineering am HPI studiert.

Insgesamt hatten sich 27 HPI verbundene Gründerteams an dem Wettbewerb beteiligt. Drei hatten es nach mehreren Ausscheidungsrunden bis ins Finale geschafft.

"Trotz der sehr guten Angebote für IT-Fachkräften in allen Branchen, haben viele Studenten Lust und den Mut, sich an eigenen Geschäftsideen zu versuchen und selbständig zu machen. Uns ist es ein Bedürfnis, erfolgsversprechende Ideen zu unterstützen", so HPI-Institutsdirektor und Jurymitglied Professor Christoph Meinel. Gemeinsam mit Yair Re'em, Managing Partner von Hasso Plattner Ventures, beglückwünschte Meinel die Gewinner und überreichte einen symbolischen Scheck über 100.000 Euro.

Die Kombination aus praxisnaher universitärer Ausbildung und eingebundener Entrepreneurship-Förderung am HPI ist einzigartig und lässt die jungen Talente in Potsdam doppelt profitieren: https://hpi.de/studium/entrepreneurship.html

Andere Geschäftsideen, die es in die Finalrunde schafften:
Patya-analytics: Die Geschäftsidee von Corinne Petroschke (26), Jonas Kemper(27) und Elisabeth Reitmayr (28) ist eine Software zur Datenaufbereitung, die sich speziell an Unternehmensberater richtet. Ihr erstes Produkt heißt PrepJet und ist ein Excel Add-In, das die häufigsten Aufbereitungsschritte vereinfacht und beschleunigt. "Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Unternehmensberater sehr viel Zeit für die Datenaufbereitung verwenden. Viele der dafür nötigen repetitiven Tätigkeiten lassen sich aber automatisieren" so HPI-Student Jonas Kemper.

Wemingo: Das Gründer-Trio von wemingo setzt sich aus dem HPI-Absolventen und Informatiker Johannes Schirrmeister (27), dem Betriebswirtschaftler Moritz Kaminski (28) und dem Psychologen Pavle Zagorscak (28) zusammen. Ihr Angebot richtet sich potentiell an mehr als 3 Millionen Deutsche, die an einer sozialen Phobie leiden und eine übertriebene Angst davor haben, sich vor anderen zu blamieren oder negativ bewertet zu werden. Häufig treten Schwierigkeiten, beim Essen, Schreiben, Sprechen oder auch Urinieren in Gegenwart von anderen auf. "Nur ein Bruchteil aller psychischen Störungen wird heutzutage behandelt. Mit WeMingo entwickeln wir das erste OnlineAngebot für spezifische soziale Phobien und helfen damit Menschen, die von der aktuellen Gesundheitsversorgung nicht erreicht werden", so Johannes Schirrmeister. Hinweis für Redaktionen: Wenn Sie über einzelne Geschäftsideen oder Teams berichten möchten, stellen wir gerne den Kontakt her.

Hintergrund Businessplan-Wettbewerb

Das Hasso-Plattner-Institut (www.hpi.de) veranstaltet 2016 zum vierten Mal den Businessplan-Wettbewerb mit dem es junge Start-up Unternehmen rund ums HPI unterstützen möchte. Die Zahlen zeigen, dass sich immer mehr Studenten und Alumni für eine Karriere als Unternehmer interessieren: Insgesamt hatten sich 27 verschiedene Teams in diesem Jahr für den Wettbewerb beworben, das sind neun Teams mehr als beim letzten Wettbewerb 2014.

Drei Teams schafften es in die Endrunde des Wettbewerbs um die kreativste und erfolgversprechendste Geschäftsidee. In der Wettbewerbsjury waren in diesem Jahr vertreten: HPI-Institutsdirektor Prof. Dr. Christoph Meinel, Managing Partner Hasso Plattner Ventures Yair Re'em, Gründer Vulcano Security GmbH Christoph Hartmann und Dr. Manuel Effenberg, Leiter der E-School am HPI.

Das Preisgeld von bis zu 100.000 Euro für die Gewinner enthält u. a. Gründerstipendien des HPI von einem Jahr für die Zeit nach Abschluss des Studiums sowie ein Investmentangebot über 50.000 Euro durch den HPI Seed Fund und Unterstützung durch Geschäftsräume und Coaching der E-School.

Seit der Gründung des HPI (1998) sind mehr als 50 Start-ups von IT-Systems Engineering Studenten oder Ehemaligen gegründet worden, die meisten von ihnen im B2B-Bereich. Unter den ehemaligen Gewinnern des Businessplan-Wettbewerbs befinden sich so erfolgreiche Start-ups wie: Orderbird, Wunderflats, Goalio und PlaytestCloud.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH an der Universität Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 480 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet 240 Plätze für ein Zusatzstudium an.

Insgesamt zwölf HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen zehn IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit openHPI.de bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.