Hasso-Plattner-Institut
 

08.11.2016

Pressemitteilung

Persönliche Daten gehackt?

Online-Selbstcheck des Hasso-Plattner-Instituts ermöglicht Abgleich mit mehr als 2 Milliarden Datensätzen

Die Meldungen über Datenlecks und Hacker-Angriffe, bei denen Millionen von Nutzerdaten erbeutet wurden, haben in den letzten Monaten stark zugenommen. Ob man selbst Opfer eines Datendiebstahls geworden ist, lässt sich mit dem Identity Leak Checker, einem Online-Sicherheitscheck des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), sehr leicht überprüfen. Seit 2014 kann dort jeder Internetnutzer unter https://sec.hpi.de/ilc kostenlos durch Eingabe seiner E-Mail-Adresse prüfen lassen, ob Identitätsdaten von ihm frei im Internet kursieren und missbraucht werden könnten. Sicherheitsforscher ermöglichen den Abgleich mit mittlerweile mehr als 2 Milliarden gestohlener und im Internet verfügbarer Identitätsdaten. Dabei liegt der Fokus auf Leaks bei denen deutsche Nutzer betroffen sind.

Insgesamt haben 2,5 Millionen Nutzer mithilfe des Identity Leak Checkers die Sicherheit ihrer Daten in den letzten zwei Jahren überprüfen lassen. In 230.000 Fällen mussten Nutzer darüber informiert werden, dass ihre E-Mail-Adresse in Verbindung mit anderen persönlichen Daten im Internet offen zugänglich waren.  

„Betroffene informieren wir so schnell wie möglich darüber, wo ihre Daten gestohlen wurden und welche Informationen über sie im Netz kursieren. Das sind häufig Passwörter können aber beispielsweise auch sensible Konto- oder Kreditkartendaten, Adressen oder das Geburtsdatum sein“, so HPI-Institutsdirektor Professor Christoph Meinel. „Einen vollständigen Schutz gegen den Diebstahl von Identitäten gibt es leider nicht, aber Passwörter sollten regelmäßig geändert werden“, so Meinel. Empfehlenswert wären zur Erstellung und Verwaltung von Passwörtern sogenannte Passwort Safes. Insbesondere die Größenordnung der kürzlich bekannt gewordenen Leaks sei alarmierend. Dabei würden längst nicht alle gestohlenen Daten auch tatsächlich veröffentlicht.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH an der Universität Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 480 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet 240 Plätze für ein Zusatzstudium an.

Insgesamt zwölf HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen zehn IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit openHPI.de bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.