Hasso-Plattner-Institut
 

26.04.2017

Pressemitteilung

Girls‘ Day-Auftakt im Bundeskanzleramt: HPI-Doktorandin erklärt digitale Schul-Cloud

Potsdam/Berlin. Welche spannenden Aufgabenfelder die IT-Branche für junge Frauen bereithält, demonstrierte eine Doktorandin des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) heute zum Auftakt des Girls‘ Day im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Catrina Grella (29) brachte 24 Berliner Schülerinnen im Bundeskanzleramt die Schul-Cloud näher. Das Projekt zeigt, wie mit IT praxisnahe Infrastrukturen für digitale Lehr- und Lerninhalte geschaffen werden können. An unterschiedlichen Endgeräten konnten die Mädchen direkt ausprobieren, welche Aufgaben die Schul-Cloud beispielsweise im Fachgebiet der Informatik bereithält.

„Die Schul-Cloud ist ein plastisches Beispiel für die digital vernetzte Welt der Zukunft“, erklärte Institutsdirektor Professor Christoph Meinel. „Bildung, Gesundheitswesen, Logistik oder Produktion – kaum ein Berufsfeld kommt mehr ohne den Einsatz von IT-Expert/innen aus. Das ist eine große Chance für Mädchen, die sich eine berufliche Zukunft in diesem Bereich vorstellen können.“ Die Schul-Cloud, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und in Zusammenarbeit mit dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC entwickelt wird, startet in wenigen Wochen an 26 ausgewählten Schulen bundesweit in die Testphase.

„Die Informatik stellt eine Schnittstelle zwischen vielen unterschiedlichen Disziplinen dar – damit bietet sie gerade auch für Frauen eine große Bandbreite an beruflichen Perspektiven“, erläutert Catrina Grella, die am Hasso-Plattner-Institut derzeit zur Digitalisierung in der Bildung sowie MINT-Bildung für Mädchen und Frauen promoviert. Seit die Schul-Cloud im Herbst 2016 ins Leben gerufen wurde, koordiniert sie das Vorhaben und kann sich gut vorstellen, nach ihrer Promotion als Postdoc zu forschen und Bildungsprozesse durch digitale Möglichkeiten neu zu gestalten.

Die Initiative D21, die sich als Netzwerk für die digitale Gesellschaft zusammengeschlossen hat und deren Mitglied das Hasso-Plattner-Institut ist, veranstaltet das IT-Programm im Bundeskanzleramt.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH an der Universität Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 480 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet 240 Plätze für ein Zusatzstudium an.

Insgesamt zwölf HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen zehn IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit openHPI.de bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.