Hasso-Plattner-Institut
 

China und das deutsche Hasso-Plattner-Institut

China und das deutsche Hasso-Plattner-Institut – eine enge partnerschaftliche Beziehung

CeBIT-Aussteller Hasso-Plattner-Institut (Halle 9, Stand D44) pflegt enge und partnerschaftliche Beziehungen mit dem Partnerland China. Ihren Ursprung hat die Partnerschaft im Bereich des Tele-Teaching bzw. E-Learning. Prof. Christoph Meinel, seit 2004 Direktor des HPI (https://hpi.de), vermittelt bereits seit 29. Oktober 2002 als deutscher Professor - damals noch an der Universität Trier - in englischer Sprache chinesischen Studenten der Beijing University of Technology (BJUT) online Themen der Internetsicherheit. In jenem Jahr hatte es die Volksrepublik China ihren Studenten erstmals möglich gemacht, live an Online-Vorlesungen einer ausländischen Universität teilzunehmen. Damit wurde ein Stück Wissenschaftsgeschichte geschrieben. Meinel wurde dafür 2013 zum Ehrenprofessor der BJUT ernannt.

China war am 20. September 1987 mit deutscher Hilfe ins Internet eingebunden worden. Die erste E-Mail-Botschaft von Peking über Karlsruhe in die weite Welt lautete: „Across the Great Wall we can reach every corner in the world“ und „Über die Große Mauer erreichen wir alle Ecken der Welt“. Entscheidend „die Strippen gezogen“ hatte, wie schon drei Jahre zuvor bei der Anbindung Deutschlands ans CSNET, einer der Wegbereiter des Internets, der damalige Karlsruher Informatikprofessor Werner Zorn. Er war von 2001 bis zu seiner Pensionierung 2007 Inhaber des Lehrstuhls Kommunikationssysteme am Hasso-Plattner-Institut. Als einer der Väter des deutschen Internets wurde Zorn 2006 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 2014 erhielt er den Freundschaftspreis der chinesischen Regierung, die höchste Auszeichnung für Ausländer.

Das Hasso-Plattner-Institut richtete im November 2011 an der Nanjing University eine Außenstelle der HPI Research School, des internationalen Forschungskollegs, ein. Und zusammen mit Informatikwissenschaftlern der Shanghai University veranstaltet das HPI regelmäßig deutsch-chinesische Workshops zum Thema Cloud Computing. Darüber hinaus kooperiert das Potsdamer Institut, das seit 2007 Europas erste Innovationsschule für Studenten betreibt, bei der Ausbildung in der Innovationsmethode „Design Thinking“ mit der Communication University of China (CUC), der größten Medienhochschule der Welt. Bis 2016 will die CUC ein neues Gebäude fertig stellen, um eine wachsende Zahl von Studierenden – auch anderer Pekinger Hochschulen - in Design Thinking auszubilden und mit einem Design Thinking Innovation Center eine Vorreiterrolle in China zu übernehmen. „Ehrendirektor“ der Einrichtung ist der Leiter der Potsdamer HPI School of Design Thinking, Prof. Ulrich Weinberg.