Hasso-Plattner-Institut
 

25.03.2017

#HPI_log

5. CeBIT-Tag: Große Neuigkeiten und ein gut organisierter Umzug

Für Online-Redakteur Frank Wittmann verging die CeBIT 2017 wie im Flug. Am letzten Messetag fuhr er mit dem autonomen Postbus, belauschte Diskussionen, die nur ein Thema kannten und war Helfer beim Standabbau.

Frank Wittmann
Alle Themen im Blick: Frank Wittmann am Messestand des Hasso-Plattner-Instituts auf der CeBIT 2017. (Foto: HPI/K. Herschelmann)

#HPI_log zur CeBIT 2017

Im HPI-Logbuch geben wir aus verschiedenen Perspektiven einen Einblick hinter die Kulissen unseres CeBIT-Auftritts:

Von Frank Wittmann, Online-Redakteur am HPI

Die CeBIT 2017 ist vorbei. Und ich muss sagen "schon vorbei". Die Messewoche verging für mich wie im Flug. Auf einem Messestand passiert innerhalb kurzer Zeit unglaublich viel: Projekte werden vorgestellt, Gäste kommen zu Besuch, man führt Gespräche im Präsentationsmodus. Für einen Online-Redakteur sind das paradiesische Zustände, denn die berichtenswerten Themen und Motive finden sich praktisch von selbst. Man muss sie nur aufgreifen. Der Nachteil dieser Vielfalt: Außer dem eigenen Messestand und dem Arbeitsbereich im hinteren Teil der Halle sieht man nicht viel. Man fühlt sich wie im goldenen Käfig.

Eine Ausnahme war der letzte Messetag. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern unserer Erlebnistouren nutzte ich die Chance, mit dem autonomen Postbus aus Sion in der Schweiz zu fahren und die Fahrt im Video festzuhalten. Für das rundliche gelbe Vehikel hatte die CeBIT eine ganze Halle reserviert, eine Fahrstrecke abgezäunt und Zebrastreifen auf den Boden gemalt. Nur der Gegenverkehr fehlte. Das Gefühl, in ein Auto ohne Fahrer einzusteigen, war weniger komisch als ich es mir vorgestellt habe. Irgendwie erinnerte es an eine Gondel oder Seilbahn. Die Technik ist faszinierend: Über 1.000 Bilder pro Minute nehmen die Scan-Sensoren rund um den Bus auf, um automatisch Hindernisse und Gefahren erkennen zu können. Daher musste man sich keine Sorgen machen, als unser Tour-Guide plötzlich auf den fahrenden Bus zurannte. Dieser kam rechtzeitig mit einer Vollbremsung zum Stehen. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! 

Bildergalerie: Der fünfte Messetag

Neben neuen Produkten, gab es weitere Neuigkeiten. Wohin man auch kam und egal, mit wem man sprach, am letzten Messetag dominierte ein Thema die Diskussionen: die Neuausrichtung der CeBIT. Am Mittwoch hatte die Deutsche Messe als Veranstalter der CeBIT eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der ein neues Konzept für das Jahr 2018 vorgestellt wurde. Die Messe soll jünger und offener werden für Gruppen, die bisher zu kurz kommen, z.B. Entwicklerinnen und Entwickler und die breite Öffentlichkeit. Auf dem ehemaligen Expo-Gelände der Deutschen Messe soll die CeBIT im Juni 2018 als "Event" auch mit kulturellen Beiträgen inszeniert werden sowie aus Fachbesuchertagen und einem Publikumstag bestehen. Für die Aussteller bedeutet die Neuausrichtung, dass sie für das kommende Jahr umplanen müssen. Sei es aufgrund bereits zugesagter Termine oder beantragter Budgets, das Jahr der Umstellung wird für alle Beteiligten viel Arbeit bedeuten.  

"Arbeit" war auch das Stichwort zum Ende der Messe. Schließlich musste der von uns bezogene Stand auch wieder geräumt werden. Das glich einem Umzug. Und wie bei einem gut organisierten Umzug fiel die Arbeit leichter, umso mehr Hände mit anpackten. Innerhalb von zwei Stunden hatten wir, d.h. die HPI-Studenten, -Mitarbeiter und Mitaussteller, alle Informationsmaterialien, Computer und sonstigen Dinge auf Paletten oder in Rollkisten verpackt. Diese werden nun durch eine Spedition nach Potsdam überführt. Der Stand wurde von professionellen Messebauern abgetragen und wird nun eingelagert. 

Um 19 Uhr konnten wir uns auf den Heimweg nach Berlin und Potsdam machen. Die Bahnfahrt verging wie im Flug - und ich bin mir sicher, dass es mit der Zeit bis zur nächsten CeBIT - auch wenn sie erst im Sommer stattfindet - genauso sein wird.