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Jakob Jülich (Google)

Als HPI-Bachelor zum Google-Praktikum nach London und Kalifornien

Viele der HPI-Studenten nutzen die Möglichkeit, in den langen Semesterferien ein Praktikum zu machen. Oft geht es für sie dabei ins Ausland und/oder zu einem spannenden, weltbekannten Unternehmen. Der HPI-Bachelor Jakob Jülich ist in diesem Jahr nun schon zum zweiten Mal beim IT-Giganten Google und kann aus erster Hand berichten. 

Jakob Jülich
(Foto: HPI/K. Herschelmann)

3 Fragen an HPI-Bachelorabsolvent Jakob Jülich, Praktikant bei Google:

Jakob, du hast das geschafft, was viele wollen. Du hast ein Praktikum bei Google in London gemacht. Was hast du getan, um es zu bekommen? 

Ich habe beim Bundeswettbewerb Informatik mehrfach sehr erfolgreich teilgenommen und wurde vor einigen Jahren schon mal zum Google Trailblazer Event nach Zürich eingeladen. Dort sagte man, wir sollten uns einfach bewerben. So hab ich's dann auch gemacht. Bewerbung los geschickt, zwei Interviews bekommen, die es in sich hatten, und schließlich wollten sie mich haben. Die Interviews sind die größte Herausforderung gewesen: Algorithmen, ein wenig Mathe, ein paar Zahlen, die man in diesem Job einfach wissen sollte, und natürlich ein Quäntchen Glück sind hilfreich. 

Wie sah dein Arbeitstag aus? Ist es wirklich so toll, bei Google zu arbeiten? 

Ich kam normalerweise gegen neun Uhr ins Büro und habe erst mal mit einem ausgiebigen Frühstück angefangen. Rührei, Bacon, Croissants, gebackene Bohnen, was immer man sich wünschen könnte. Danach habe ich an meinem Schreibtisch bis 12 Uhr gearbeitet, dann gab es Mittagessen (riesiges Buffet), dann weiter am Schreibtisch, ab 18:30 schließlich Abendbrot. Dazwischen gab es natürlich immer wieder Absprachen mit meinem so genannten »Host« und anderen, die für mein Projekt wichtig waren.

Gearbeitet habe ich als Site Reliability Engineer an einem verteilten System, das im Wesentlichen der Qualitätssicherung beim Umsetzen neuer Features hilft. Praktikanten bekommen immer in sich abgeschlossene Projekte und arbeiten nicht direkt an den Tagesaufgaben der anderen mit. Das ist gut so, denn man lernt unglaublich viel. Und noch ein Wort zur Größe von Google: Mein Programm läuft auf 609 Google-Servern um den Globus.

Abseits dieser Tagesaufgaben verbrachte ich natürlich auch viel Zeit mit anderen spaßigen Dingen: Es gibt bei Google in London einen Music Room mit allem, was man fürs DJing und musizieren braucht, außerdem kann man Kicker, Billiard oder Tischtennis spielen und ein Fitnessstudio nutzen. Reisen durfte ich (leider nur) nach Zürich zu einem Treffen aller Praktikanten in Europa. 

Man merkt es schon an meinen Worten: Ja, es ist ziemlich toll und man bekommt viel geboten. Aber es wird auch viel erwartet: Ich verbrachte wirklich viel Zeit im Büro und es war auch echt anstrengend, weil man jeden Tag so viel Neues lernen muss – aber dafür macht man es ja auch. 

Was steht als nächstes auf dem Plan bei dir? 

Momentan arbeite ich bei ZenMate, einem Startup in Berlin. Das Praktikum bei Google hilft dabei ungemein, nicht nur weil es im Lebenslauf gut aussieht. Schade daran: Die ganzen genialen Tools, mit denen man bei Google arbeitet, gibt es in der normalen Welt leider nicht. Daher ist der Umstieg zurück ziemlich bitter. Im Sommer gehe ich daher noch mal zu Google, diesmal aber in die Hauptzentrale nach Mountain View, Kalifornien. 

Und danach? 

Master am HPI und weiter arbeiten bei ZenMate.