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Interview mit Marvin Killing und Christian Reß von PlaytestCloud

Die beiden HPI-Masterabsolventen gründeten noch während ihres Studiums die jetzige PlaytestCloud GmbH (www.playtestcloud.com). “Die umfassende technische Ausbildung am HPI zusammen mit Einblicken in die Betriebswirtschaft und Unternehmensführung sind für uns unschätzbar wertvoll gewesen”, sagt Christian Reß, der als Geschäftsführer tätig ist. Mit ihrer Online-Plattform unterstützt PlaytestCloud Unternehmen in der boomenden Mobile-Games-Branche, ihre Produkte kundenorientierter und benutzerfreundlicher zu gestalten. Die Idee für das Unternehmen entstand im HPI-Businessplan-Wettbewerb 2012. Mittlerweile zählt das in Potsdam ansässige Unternehmen viele der weltweit größten Spielestudios zu seinem Kundenstamm.

Was ist das Geschäftskonzept eures Unternehmens? Was macht es?

Wir helfen Entwicklern von Videospielen, bessere Games zu machen. Wir nehmen auf, wie echte Spieler Games zum ersten Mal ausprobieren und ihre Meinung zu dem Spiel sagen. So helfen wir, Videospiele so motivierend und spaßig wie möglich zu gestalten, da die Entwickler ihre Spiele genau auf ihre Spieler abstimmen können. Unsere Kunden zahlen pro Spieler, der ihr Spiel spielt, und wir zahlen davon eine Belohnung an die Testspieler.

 

Welche initiale Idee stand hinter der Gründung?

Sowohl Christian als auch ich standen der Spieleentwicklung sehr nahe. Ich habe selber ein kleines Spielestudio betrieben, und Christian hat in einem Auslandssemester Game Design in Kalifornien studiert. So kannten wir beide die Probleme, die Spieleentwickler täglich haben.

 

Was war die größte Herausforderung zu Beginn (und wie wurde sie gemeistert)?

Unsere größte Herausforderung zu Beginn war, einen zahlenden Kunden für unser Produkt zu finden. Über verschiedene Kontakte, die wir auch nicht zuletzt durch das HPI hatten, gelang es uns, Wooga, einen der größten deutschen Spieleentwickler, als ersten Kunden zu gewinnen. Mit ihnen arbeiten wir immer noch sehr eng zusammen.

 

Gibt es rückblickend etwas, das ihr anders machen würdet?

Wir haben, entsprechend unserer Ausbildung, initial zu viel Zeit mit Softwareentwicklung und zu wenig Zeit mit Kundenakquise verbracht. So floß viel Zeit in die Entwicklung eines Prototyps unserer Plattform, den wir dann komplett eingestampft haben. Die aktuelle Plattform ist komplett aus Kundenwünschen entstanden - Tatsächlich haben wir sie erst angefangen zu entwickeln, nachdem wir den ersten Deal abgeschlossen hatten.

 

Welche Tipps habt ihr für junge Gründer?

Konzentriert euch darauf, Kunden zu gewinnen. Wir sind sehr gut damit gefahren, Features erst zu entwickeln, nachdem wir sie zumindest einem Kunden erfolgreich verkauft haben.