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Alexander Schmidt (Microsoft)

Der Traum vom Job bei Microsoft ging in Erfüllung

Alexander Schmidt arbeitet für das Cloud OS Infrastructure Team bei Microsoft, wo er leitender Entwickler für den Bereich Windows Server Update Services ist. Vor seinem Eintritt bei Microsoft arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet "Betriebssysteme und Middleware" am Hasso-Plattner-Institut. Dort promovierte er im Jahr 2011. Er hält ein Diplom in Informatik von der Technischen Universität Chemnitz. Alexander Schmidt ist ein Absolvent der HPI Research School.

Alexander Schmidt
(Foto: HPI/K. Herschelmann)

Sechs Fragen an HPI-Absolvent Alexander Schmidt, leitender Entwickler bei Microsoft:

Wann bist Du das erste Mal mit Informatik in Berührung gekommen?

Ich habe die ersten acht Jahre meines Lebens in der DDR verbracht. Wir hatten dort in der Schule bei einem Ausflug Zugang zu einem Großrechner – wohl ein Nachbau eines IBM Main Frame. Das hat mich unglaublich fasziniert. Für meine Eltern war das alles fremd. Außerdem war Hardware damals ja auch noch unendlich teuer. Das war aber alles kein Hindernis. Mich hat der Bereich so beeindruckt, dass ich mehr darüber erfahren wollte und raus finden wollte, was hinter der Technik steckt. Das hat mich schließlich auch zu einem Informatikstudium gebracht – zunächst an die TU Chemnitz für ein Diplomstudium und dann als Doktorand ans Hasso-Plattner-Institut (HPI) im Fachgebiet „Betriebssysteme und Middleware“ von Professor Andreas Polze.

Wie bist du zu Microsoft gekommen?

Eigentlich über das HPI. Als ich mir eine Universität für ein Promotionsstudium aussuchte, spielten die guten Kontakte Professor Polzes zu Microsoft eine wichtige Rolle. Natürlich konnte man am Anfang noch nicht wissen, ob mir die Kontakte des Fachgebiets wirklich helfen würden, einen Job bei dem IT-Konzern in den USA zu bekommen. Der erste Schritt in die Richtung war meine Bewerbung für ein Praktikum bei Microsoft. Nach einigen telefonischen Bewerbungsrunden und einem Vorstellungsgespräch in London, das mich in seiner Professionalität echt von den Socken gehauen hatte, kam die Zusage für ein zwölfwöchiges Praktikum in der Konzernzentrale in Seattle. Einen großen Anteil, die Stelle zu bekommen, hatte dabei die Vorlesung „Betriebssysteme“ und meine Arbeit rund um den Windows Research Kernel – eine spezielle Version des Windows-Betriebssystems für Hochschulen – für die ich am HPI-Fachgebiet mit zuständig war.

Was waren deine Aufgaben bei dem Praktikum und wie ging es danach weiter?

Das Praktikum war ein voller Erfolg, aber auch harte Arbeit. Dank der Praxiserfahrung, die ich am HPI gesammelt hatte, konnte ich in Seattle immer wieder mit Fachwissen punkten, dass die meisten dort von Studenten nicht gewohnt waren. Als Praktikant wird man bei Microsoft nicht nur sehr gut entlohnt, sondern bekommt auch gleich Verantwortung und eigene Projekte übertragen. Zum Ende des Praktikums stellte man mir dann auch einen Arbeitsvertrag für die Zeit nach meiner Promotion in Aussicht. Ich freute mich sehr darüber, denn ich hatte schon zu der Zeit das Gefühl, meinen Traumjob und den Traumarbeitgeber gefunden zu haben. Nach dem Abschluss meiner Promotion bin ich dann nach Seattle gezogen und dort jetzt sehr gern zu Hause.

Wie sieht dein Arbeitsalltag bei Microsoft aus?

Ich arbeite im Windows Server-Team. Als verantwortlicher Entwickler kümmere ich mich dort um die Windows Server Update Services, ein Werkzeug zur Verteilung von Software-Updates speziell auf Unternehmen ausgerichtet. Teamarbeit ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Bei Microsoft muss sich jeder immer wieder neu beweisen, auch der Grad des Universitätsabschlusses – Bachelor, Master, Doktor – spielt zunächst keine Rolle. Es wird viel gefordert, aber die Arbeit macht großen Spaß und die Aufgaben sind spannend und herausfordernd. Wenn man von der Uni zu einem großen Konzern kommt, ist die Umstellung natürlich erst einmal groß. Prozesse sind oft komplizierter als an einer Uni und Entscheidungen sind kommerziell getrieben. Aber dafür hat man die Gelegenheit, Software zu entwickeln, die von Millionen Menschen genutzt wird.

Hat dich die Ausbildung am HPI auf den Job vorbereitet?

Da ich am HPI-Fachgebiet von Professor Polze schon viel Erfahrung im Bereich Server-Systeme sammeln konnte, ja, auf jeden Fall. Man kann in der Informatik zwar sehr einfach und schnell ein Programm schreiben, aber das ist dann nicht zwangsläufig gute Software. Da hilft ein fundiertes Studium, das einen die Hintergründe und Zusammenhänge verstehen lässt. Bei meiner Arbeit fällt es mir auch oft deshalb leichter Entscheidungen zu treffen, weil ich das ganze Bild kenne und nicht nur einen kleinen Teilbereich.

Rückblickend, würdest Du noch mal am HPI studieren?

Ein klares „Ja“ – die Ausbildung am HPI hat mir geholfen meinen Traumjob zu bekommen! Ich bin oft auch wirklich begeistert, wenn ich sehe, welche unglaublichen Möglichkeiten schon die Bachelor-Studenten am HPI haben. Sie bekommen eine super Ausbildung und die HPI-Kontakte zur Wirtschaft sind für die Karriere natürlich sehr viel wert.