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Institut für Telematik: Angewandte Forschung in Informatik und Mathematik

Auf der Basis besonderer wissenschaftlicher Kompetenzen im Bereich der Informatik - hier insbesondere auf den Gebieten effiziente Algorithmen und Datenstrukturen, elektronisches Publizieren und Multimedia - und im Bereich Wirtschaftsmathematik - hier insbesondere auf den Gebieten Numerik und Optimierung - haben Wissenschaftler der Abteilungen Mathematik und Informatik der Universität Trier interessante Forschungs- und Entwicklungsaufträge aus Wirtschaftsunternehmen, Banken und Softwarehäusern aufnehmen und bearbeiten können. Durch die Etablierung eines eigenständigen Trierer Bereichs des neugegründeten Instituts für Techno- und Wirtschaftmathematik, dem Institut für Telematik, einer Einrichtung des Landes Rheinland-Pfalz, können diese Kooperationsbeziehungen nun auf einem völlig neuen und professionellen Niveau fortgeführt und ausgebaut werden. Die institutionelle Betreuung des Instituts für Telematik durch die Fraunhofer-Management-Gesellschaft bietet beste Rahmenbedingung für den Aufbau eines erfolgreichen Forschungsinstituts, das im Geiste der Fraunhofer-Gesellschaft neueste wissenschaftliche Ergebnisse aus Informatik und Mathematik einer praktischen Nutzung zugänglich macht.

Das Institut hat sich zu einem beträchtlichen Teil (ca. 70 %) durch die Einwerbung von Forschungs- und Entwicklungsaufträgen aus Wirtschaft und Gesellschaft zu finanzieren. Die dadurch sichergestellte Orientierung an Kundenwünschen gewährleistet eine effiziente Erfolgskontrolle durch die Anwender. Die Auftraggeber bestimmen durch die Vergabe oder Verweigerung von Aufträgen und Projekten Umfang und Zielsetzung der Forschungsaktivitäten. Die Nähe zu den wissenschaftlich aktiven Forschungsgruppen der Universität sichert den Zugang zu den neuesten wissenschaftlichen Ideen, Verfahren und Methoden.

Neben mathematisch anspruchsvollen Simulationen und Optimierungsaufgaben liegt ein besonderer Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten des Instituts für Telematik in den BereichenElektronisches Publizieren(Electronic Publishing), derTelemedizin und effizienten Datenstrukturen für das computerunterstützte Design großer Systeme (Schaltkreisentwurf und -verifikation). Innovative Netztechniken und modernste rechentechnische Ausstattung des Instituts stellen eine schnelle Kommunikation und Zusammenarbeit mit kooperierenden Unternehmen sicher. Als Beispiel für bestehende Kooperationsbeziehungen soll nur die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Siemens AG in München genannt werden.

Besonders hervorgehoben werden sollten die beiden Projekte 'Elektronisches Publizieren' (konkreter Auftrag: Konzipierung einer innovativen, elektronischen Tageszeitung und Erschließung der neuen Medien für Zeitungsverlage) und 'Telemedizin' (konkreter Auftrag: Entwicklung einer multimedialen Patientenakte im Rahmen bestehender Krankenhaus-Informationssysteme).

Von besonderem Interesse dürfte auch die im Projekt 'OBDD-Technologie' (Anwendungsgebiet: Verifikation und Optimierung von elektronischen Schaltkreisen und sequentiellen Systemen) zutage tretende extrem kurze Verbindung von grundlagen-wissenschaftlichen Untersuchungen an der vordersten Forschungsfront (Forschungsbeiträge z.B. auf der international führenden internationalen Tagung auf dem Gebiet des CAD-Schaltkreisentwurfs, der IEEE Computer Aided Design Automation Konferenz in San Francisco, USA) und ihrer Anwendung in Software-Werkzeugen für den praktischen Einsatz sein.

Schließlich bietet das Potential an kreativen jungen Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen (Informatiker, Mathematiker, Physiker, Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler) die Kompetenz zur firmenneutralen Beratung, beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung und für Service-Leistungen in allen wesentlichen Fragen der modernen Informationsgewinnung- und verarbeitung.

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