Hasso-Plattner-Institut
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26.10.2011

Am HPI sind am 26. Oktober führende Experten für Hochleistungsrechenverfahren zusammengekommen, um über bisherige Ergebnisse von Forschungen im HPI-Spitzenforschungslabor "Future SOC Lab" zu diskutieren. Auch neue Projektideen wurden erörtert. Die Informatikwissenschaftler aus Universitäten und Unternehmen beschäftigen sich mit der Optimierung von Geschäftsprozessen, mit dem Einsatz und Verbesserung neuester Datenbanktechnologien sowie Themen rund um Cloud Computing, Telemedizin und Systembiologie.

So werden unter anderem auch Experten des Max-Planck-Instituts für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm über ihre Forschungen berichten, für die sie die Infrastruktur des HPI-Spitzenforschungslabors am gemeinsamen Standort Potsdam nutzen. Ferner demonstrieren HPI-Wissenschaftler, inwieweit Grafikkarten die Suche nach Duplikaten in großen Datenbeständen beschleunigen können. Solche mehrfachen Datensätze über die gleiche Person oder das gleiche Produkt verursachen in der Wirtschaft erhebliche Kosten. Vorgestellt wird ein vollständiger Prozess, dessen Verfahren vor allem für die enormen Möglichkeiten von modernen Grafikkarten mit hunderten Prozessorkernen für parallel ausgeführte Berechnungen optimiert sind. Erste Untersuchungsergebnisse zeigen eine zehnfach schnellere Verarbeitung bei einem gleichzeitig günstigeren Verhältnis von Geschwindigkeit und Kosten.

Das HPI Future SOC Lab stellt zusammen mit seinen internationalen Industriepartnern (EMC, Fujitsu, Hewlett Packard, SAP und VMware) eine leistungsfähige Infrastruktur für akademische Forschung bereit, die sonst nur in großen Unternehmen zu finden ist. Für die Projekte stehen über 500 Recheneinheiten, 3 TB Arbeitsspeicher und über 130 TB Festplattenspeicher zur Verfügung. Soeben wurden dem umfangreich ausgestatteten Spitzenforschungslabor ein neues Speichersystem (VNX 5700) von EMC und ein leistungsfähiger Server von Hewlett Packard (ProLiant DL980) für Untersuchungen an der neuestes In-Memory Lösung HANA der SAP AG hinzugefügt. Seit der Labor-Eröffnung im Juni 2010 konnten über 100 Forscher mehr als 25 Projekte erfolgreich abschließen.