Hasso-Plattner-Institut
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29.05.2013

Foto: HPI / Archiv

Je mehr man lächelt, umso mehr Erfolg hat man. „Denn Lächeln ist eines der wichtigsten Signale der Körpersprache“, erklärte der Gestik-Fachmann Stefan Verra den Studierenden des Hasso-Plattner-Instituts im Soft-Skills-Kolloquium. In der Veranstaltung am 27. Mai zum Thema „Körpersprache“ hatte der erfahrene Vortragsredner einige Tipps für die angehenden Informatiker dabei: Ein freundliches Lächeln signalisiert dem Gegenüber, dass keine Gefahr besteht und man stellt sich unbewusst sogleich auf eine entspannte Situation ein. Vor allem Männern rät Stefan Verra, das Lachen nicht zu vergessen und mehr zu lächeln. „Frauen lächeln, unabhängig vom Alter und von der Kultur, mehr als Männer. Das ist wissenschaftlich erwiesen, der Grund dafür ist allerdings nicht bekannt“, erklärt der Körpersprache-Experte, der zwei Tage zuvor erst die Gestik der Champions League-Finalisten FC Bayern München und Borussia Dortmund für den Fernsehsender Sky analysiert hatte.

Ein verschlossenes Gesicht kombiniert mit einer stolz geschwellten Brust oder hinter dem Rücken verschränkte Hände signalisieren eine drohende Gefahr und bewirken antrainierte, abweisende Reaktionen. Das ist ein Desaster für jede Kommunikation, egal ob im Gespräch mit Kunden oder im Team, in jeder Prüfungssituation und bei jedem Vortrag. Menschen fühlen sich unwohl, wenn sie ihr Gegenüber nicht „lesen“ oder „identifizieren“ können. Das ist beispielsweise auch der Fall, wenn die Augen hinter einer Sonnenbrille verschwinden. Dann lässt sich die Haltung einer Person nicht einschätzen und man weiß nicht, wie man reagieren soll. Das menschliche Gehirn ist darauf trainiert, Augen, Hände und Füße schnell zu scannen, um das Gegenüber einzuschätzen.

Weitere Tipps für die eigene Körpersprache

Einige Tipps des Experten für eine Körpersprache, die jeder versteht, sind leicht zu befolgen: In Prüfungen soll darauf geachtet werden, dass immer, aus allen Winkeln, die Augen gut zu sehen sind. Das ist bei Brillenträgern besonders wichtig. Beim richtigen Stand zu Beginn eines Vortrages hat der Experte unterschiedliche Tipps für Männer und Frauen. Männer sollen dabei nicht zu raumergreifend, breitbeinig stehen. Frauen rät der Experte, die Beine nicht zu überkreuzen: „Männer stellen sich maximal hüftbreit, Frauen minimal hüftbreit hin.“ Auch ganz wichtig: Wenn man beispielsweise vor dem Laptop sitzend einen Vortrag hält oder im Team etwas bespricht, sind meistens nur noch die Augen sichtbar und nicht der Mund. Sowohl Hände, Mund und Augen sollten jedoch die ganze Zeit gut für die Anwesenden sichtbar sein. Und wohin sollen die Hände während eines Vortrages? Auf keinen Fall sollen sie hinter dem Rücken gehalten werden. Als optimal gilt es, die Hände locker, in Höhe der Hüfte und vor dem Körper verschränkt zu halten.

Stefan Verra, der „Körpersprecher“, ist einer der gefragtestem Köpersprache-Experten im deutschen Sprachraum. Um den Alltag und die Kommunikation weiter zu verbessern, beantwortet er dienstags Fragen aus dem deutschsprachigen Raum in einem kurzen Videobeitrag auf seiner Facebook-Präsenz und donnerstags gibt er auf Twitter Körpersprache-Tipps.