Hasso-Plattner-Institut
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01.07.2013

(Foto: HPI/K. Herschelmann)

Am 5. Juli präsentierten Studierende des Hasso-Plattner-Instituts die Ergebnisse ihrer Bachelorprojekte auf dem HPI-Bachelorpodium. Die dreizehn Studierenden-Teams zeigten den mehr als 300 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft innovative IT-Lösungen zu den unterschiedlichsten Themen. Diese wurden in Kooperation mit Projektpartnern darunter SAP, Microsoft Research aber auch regionalen Unternehmen wie beispielsweise Software Diagnostics (Potsdam), Berlin Partner oder Getemed (Teltow) entwickelt.

Mit einer EKG-artigen Softwarelösung will Studierendenteam des HPI große Unternehmens-Netzwerke besser vor Cyberangriffen schützen. Die Studierenden demonstrierten wie Netzwerke mithilfe spezieller Sensoren in wenigen Sekunden auf tausende verschiedener Sicherheitslücken überprüft werden können. Bislang wurden Schwachstellen meist erst entdeckt, nachdem Hacker diese bereits für Datendiebstahl oder andere Cyberangriffe ausgenutzt hatten.

Sekundenschnellen Analyse von Einzelhandesdaten

Auch die Ergebnisse weiterer zwölf Innovationsprojekte standen auf dem Programm des HPI-Bachelorpodiums. Vorgestellt wurden etwa eine neue Möglichkeit zur sekundenschnellen Analyse von Verkaufsdaten im Einzelhandel und die blitzschnelle Auswertung riesiger Mengen genetischer Daten - beides mit Hilfe der am HPI erforschten und zusammen mit dem Softwarekonzern SAP entwickelten Hauptspeicher-Datenbanktechnologie.

Die HPI-Studenten präsentierten zudem ein Telemedizinsystem, das es Herzschwächepatienten erlaubt, Daten zu ihrem Befinden selbständig an den Arzt zu übermitteln und zeigten, wie sie eine Software zur Erfassung von onkologischen Krankheitsverläufen optimierten. Die Teilnehmer am HPI-Bachelorpodium bekamen auch ein virtuelles Whiteboard vorgestellt, das den Überblick über den Verlauf von Innovationsprojekten erleichtert. Dem Publikum wurde außerdem ein Programm vorgeführt, das in Online-Zeitungsartikeln automatisiert Beziehungen zwischen Prominenten und Unternehmen erkennt.

3D-Stadtmodelle für das Handy

Präsentierte Computergrafik-Innovationen waren ein System, mit dem sich informationsreiche digitale 3D-Stadtmodelle auf mobilen Geräten interaktiv erkunden lassen und ein Werkzeug zur Visualisierung von Softwareevolution, das die Komplexität heutiger Programme verständlich machen kann. Ein weiteres Bachelorteam des HPI führte Grundlagenforschung zu einem interaktiven Fußboden vor, der sich dem Nutzer anpasst.

Aus dem Bereich Softwarearchitekturen stammten präsentierte Werkzeuge, welche die Verwendung von Objektdatenbanken in Web-Anwendungen vereinfachen und ein Programmierwerkzeug für das iPad, mit dem sich vor allem mathematische Berechnungen mit großen Datenmengen umsetzen lassen. Studierende aus dem Fachgebiet Business Process Technology führten eine Plattform vor, die bei der Überwachung und Optimierung komplexer Geschäftsabläufe unterstützt - zum Beispiel im Bereich Transport und Verkehr.

Das Bachelorpodium des Hasso-Plattner-Instituts gibt es schon seit 2005. Seitdem präsentieren die Bachelorstudenten des HPI in der Regel gegen Ende des Sommersemesters die Ergebnisse ihrer Praxis-Projekte, die sie in Teams von vier bis acht Studenten am Ende ihres Bachelorstudiums absolviert haben. Sie zeigen, wie sie zwei Semester lang – von Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern angeleitet – größere praktische Aufgaben der Informationstechnologie eigenverantwortlich angepackt und welche innovativen Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft sie dabei entwickelt haben. Projektgeber sind regelmäßig renommierte Unternehmen und Institutionen aus dem In- und Ausland.

Weitere Informationen:

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