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14.07.2015

News

HPI Research School vergibt zehn Stipendien für Informatiker

Die internationale Research School des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) hat Stipendien für zehn neue Nachwuchswissenschaftler ausgeschrieben. Vom kommenden Wintersemester an sollen die jungen Forscher ihre Projekte beginnen und das Team der Potsdamer Research School verstärken. Geeignete Kandidaten, die promovieren wollen oder bereits promoviert sind, können sich noch bis zum 15. August bei der HPI Research School bewerben.

Stipendiaten der HPI Research School beim Doctoral Symposium im Sommer 2015.

Bewerbung

Bewerbungen sind bis zum 15. August des jeweiligen Kalenderjahres einzureichen. Die Stellen sind üblicherweise ab Oktober des jeweiligen Jahres verfügbar.

    Mit ihren Außenstellen an der Universität Kapstadt, Südafrika (elf Stipendiaten), dem Technion in Haifa, Israel (elf Stipendiaten) sowie der Universität Nanjing, China (sieben Stipendiaten) widmet sich die Potsdamer Graduiertenschule dem Thema "Service-oriented Systems Engineering". Die Stipendiaten untersuchen aktuelle, übergreifende Fragestellungen aus den verschiedenen Blickwinkeln ihrer jeweiligen Fachgebiete. Gefolgt wird dabei dem 2005 am HPI eingeführten Modell, dass die Nachwuchswissenschaftler von allen Professoren gemeinschaftlich betreut werden.

    Research-School-Alumni erfolgreich bei Google, Microsoft oder IBM 

    "Jeder unserer Doktoranden lernt so auch die Fragestellungen, Denkmodelle und Herangehensweisen aus den beteiligten anderen Teildisziplinen kennen", erläuterte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel einen wesentlichen Vorteil. Das helfe bei der inhaltlichen Verständigung und fruchtbaren Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern und Spezialisten. Dass das Modell des internationalen Forschungskollegs erfolgreich sei, beweise nicht zuletzt die große Zahl an Research School Alumni, die erfolgreich bei großen IT-Konzernen wie Google, Microsoft und IBM arbeiten. Seit Gründung der Research School vor zehn Jahren gibt es 50 abgeschlossene Promotionen. Davon 21 in Potsdam, 13 am Technion in Israel, neun an der Universität Kapstadt und sieben in China an der Universität Nanjing. 

    Beim Service-oriented Systems Engineering als Schwerpunkt des Forschungskollegs geht es – vereinfacht gesagt – um lose miteinander gekoppelte Systeme, die zunehmend bisher fest miteinander verzahnte Software-Anwendungen und -Prozesse ablösen. "Das ermöglicht bei Änderungen eine flexible Neukonfiguration und erspart eine grundlegende, teure Neuentwicklung", betonte Prof. Andreas Polze, Sprecher des Forschungskollegs. 

    Ein breites Spektrum an Forschungsfeldern

    Die Doktoranden der HPI Research School bearbeiten zum Beispiel Forschungsfragestellungen zur Architektur, zur Modellierung und zum Security Engineering von Service-orientierten Systemen. Sie beschäftigen sich ferner mit Grundlagen wie der selbstadaptiven Verwaltung von Diensten auf der Betriebssystemebene, aber auch mit Fragen zur Anwendung von Diensten aus den Bereichen adaptives Prozessmanagement, Servicekomposition und Prozessplanung. Die 3D-Computergrafik, die Geoinformatik sowie der Bereich Human Computer Interaction stellen interessante Anwendungsbereiche für Service-orientierte Systeme dar und werden ebenfalls in der HPI Research School untersucht.