Hasso-Plattner-Institut
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27.04.2006

Potsdam/Berlin. Mehr als verdoppelt haben sich die Teilnehmerinnenzahlen am "Girls Day" am Hasso-Plattner-Institut (HPI). 43 Oberstufen-Schülerinnen aus Berlin und Brandenburg ließen sich am Donnerstag, 27. April, die "Elite-Schmiede" für Ingenieure in der Informationstechnologie zeigen. In den vergangenen Jahren hatten sich nur jeweils zehn bis zwanzig Mädchen mit dem deutschlandweit einzigartigen Studiengang "IT Systems Engineering" vertraut gemacht. "In diesem Jahr mussten wir sogar rund 20 Interessentinnen absagen, um eine intensive Betreuung der Teilnehmerinnen zu gewährleisten", berichtete ein Institutssprecher.

Deutschlands einziges vollständig privat finanziertes Uni-Institut führt das wachsende Interesse an der traditionellen Männerdomäne Informatik auch auf die eigene Informationstätigkeit zurück. "Ganz gezielt gehen wir seit Monaten in ganz Deutschland auf Gymnasien mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkten und Leistungskurs-Angeboten in Informatik zu und laden ein, zu uns zu kommen und zum Beispiel bei uns einen Projekttag mitzuerleben", sagte der Sprecher.

In diesem Jahr bot der "Girls Day" am HPI ein besonders attraktives Programm. Die Schülerinnen wurden zunächst von einer Bachelorstudentin in die Besonderheiten des Instituts und seines Lehrangebotes eingeführt. Dann konnten die Mädchen am Beispiel eines "Hau den Lukas"-Modells mit eingebetteten Softwaresteuerungssystemen experimentieren - angeleitet von Studenten. Nach dem Mittagessen in der Mensa wurden die Schülerinnen zur VW-Elektroniktochter Carmeq nach Berlin gebracht. Dort zeigte ihnen die HPI-Absolventin Tina Richter, welche spannenden Jobs man in der Praxis als Bachelor- oder Master-Absolventin in IT Systems Engineering ausüben kann. "Jetzt hoffen wir, dass die Schülerinnen auch als Studentinnen zu uns ans HPI kommen", sagte der Institutssprecher. Dort lag der Frauenanteil an den Studienanfängern bisher bei rund 10 Prozent. In der Informatik beträgt er derzeit rund 16 Prozent.