Hasso-Plattner-Institut
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31.08.2006

Prof. Felix Naumann (Berlin) tritt am 1. September Dienst an

Potsdam. Der von Wissenschaftsmäzen Prof. Hasso Plattner initiierte personelle Ausbau des nach ihm benannten Instituts setzt sich fort: Am 1. September wird Prof. Felix Naumann den neu geschaffenen Lehrstuhl "Informationssysteme" am HPI übernehmen. Er wird sich mit dem effizienten und effektiven Umgang mit heterogenen Informationen in großen, autonomen Systemen beschäftigen. Der 34-jährige Wissenschaftler hatte sein Wirtschaftsmathematik-Studium 1997 an der TU Berlin mit dem Diplom abgeschlossen. Nach der Promotion im Jahre 2000 an der Berliner Humboldt-Universität arbeitete der Informatiker als Visiting Scientist an der Stanford University und als Postdoctoral Researcher bei IBM in Kalifornien. Seit 2003 ist Naumann Juniorprofessor für Informationsintegration an der Humboldt-Universität in Berlin.

"Mit Prof. Naumann haben wir einen jungen und viel versprechenden Hochschullehrer mit großem Potenzial gewinnen können", sagte Stifter Prof. Hasso Plattner. Naumann, der in Hamburg geboren wurde und verheiratet ist, erklärte zu seinem Wechsel nach Potsdam: "Ich freue mich, ans HPI zu kommen. Das Institut bietet mit seiner Ausrichtung auf praxis- und systemorientierte Forschung, mit seinen engen Industriekontakten und nicht zuletzt mit seinen hochtalentierten und motivierten Studenten ein einzigartiges Umfeld, um erfolgreich forschen und lehren zu können."

HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel betonte, durch den Zugang von Prof. Naumann könne das Hasso-Plattner-Institut auf dem Feld des IT Systems Engineering nunmehr acht Fachgebiete abdecken. Das seit der Pensionierung von Gründungsdirektor Prof. Siegfried Wendt vakante Fachgebiet Modellierung soll noch in diesem Jahr einen neuen Lehrstuhlinhaber bekommen. Eine weitere Professur wird im nächsten Jahr neu eingerichtet und personell besetzt: Es soll ein Fachbereich entstehen, der sich mit der Mensch-Maschine-Schnittstelle beschäftigt. Am Hasso-Plattner-Institut betreuen derzeit insgesamt 50 Professoren und Lehrbeauftragte ca. 330 Studenten. Rund 200 Absolventen konnten bisher den Bachelor- und 70 den Master-Abschluss erreichen. Das HPI ist das einzige völlig privat finanzierte Universitäts-Institut in Deutschland. Nirgendwo sonst im Lande kann man IT Systems Engineering studieren - eine praxisnahe, ingenieurwissenschaftlich ausgerichtete Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium.
 
Überblick über die derzeit acht HPI-Fachgebiete (ab 1.9.2006) und ihre Leiter:

- Enterprise Platform and Integration Concepts (Prof. Hasso Plattner)
- Internet-Technologien und -Systeme (Prof. Christoph Meinel)
- Computergrafische Systeme (Prof. Jürgen Döllner)
- Betriebssysteme und Middleware (Prof. Andreas Polze)
- Business Process Technology (Prof. Mathias Weske)
- Kommunikationssysteme (Prof. Werner Zorn)
- Software-Architektur (Prof. Robert Hirschfeld)
- Informationssysteme (Prof. Felix Naumann)

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