Hasso-Plattner-Institut
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03.07.2009

Potsdam. Im Rahmen eines dreimonatigen Bachelorprojektes haben sechs Studenten des Hasso-Plattner-Instituts ausgewählte Open-Source-Technologien auf ihre Eignung für den Einsatz in Produkten des Mobilfunknetzbetreibers Nokia Siemens Networks (NSN) untersucht. Das Unternehmen ist führender Anbieter konvergenter Vergebührungssysteme. Diese sorgen für die Abrechnung der Mobilfunkgespräche von Prepaid- und Vertrags-Kunden. Ihre Ergebnisse stellten die Studierenden im Rahmen des HPI-Bachelorpodiums am 3. Juli vor, bei dem gut 200 Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft anwesend waren.

„Über eine Milliarde Menschen kommunizieren weltweit mit Hilfe der Systeme von Nokia Siemens Networks. Wir sind dankbar, dass wir die Chance hatten, einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmensalltags bei Nokia Siemens Networks werfen zu dürfen“, erklärte Björn Ruberg, Sprecher der Bachelorprojektgruppe.

Die Studenten programmierten neue Werkzeuge zur Analyse von Programm-Code, wie er auch in den NSN-Serversystemen eingesetzt wird. Diese Werkzeuge können dazu beitragen, Leistungsmerkmale wie Laufzeitverhalten und Ressourcenverbrauch von Anwendungen besser zu verstehen, die auf der Java-Technologie basieren. „Mit unserer Lösung ist die Analyse von laufenden Java-Anwendungen mit geringer Zusatzlast möglich“, betonte Ruberg.

Zusätzlich beschäftigten sich die Studenten mit Open-Source-Datenbanken. Sie stellten einen Anforderungskatalog auf und bewerteten die beiden Datenbankmanagementsysteme MySQL und PostgreSQL in Bezug auf Hochverfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Fehlertoleranz sowie einen möglichen Einsatz im Konzern. Dabei wurden Teile der Konfigurationsdatenbank des konvergenten Vergebührungssystems in das freie Datenbanksystem MySQL übertragen.

Das Projekt wurde von Dr. Uwe Gleinig, Nicolas Michael und Andreas Vogel von Nokia Siemens Networks sowie von Prof. Andreas Polze, Leiter des HPI-Fachgebiets Betriebssysteme und Middleware, betreut.

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