Hasso-Plattner-Institut
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28.04.2010

Potsdam. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) will mehr Studenten dafür begeistern, Unternehmer zu werden. Wie die vom SAP-Gründer Prof. Hasso Plattner gestiftete Uni-Einrichtung mitteilte, können ihre Studierenden und Doktoranden künftig an einem eigenen Businessplan-Wettbewerb teilnehmen. Er wird vom HPI gemeinsam mit dem Wagniskapitalfonds Hasso Plattner Ventures (HPV) ausgerichtet und rundet am Institut das neu strukturierte Ausbildungsangebot im Bereich IT-Entrepreneurship ab. Das Team mit der kreativsten und erfolgversprechendsten Geschäftsidee erhält zur Gründung eines eigenen Unternehmens Startkapital und Sachunterstützung im Gesamtwert von gut 100.000 Euro. Darin enthalten sind zum Beispiel  Gründerstipendien des HPI für die Zeit nach Abschluss des Studiums sowie Startkapital und Unterstützung durch Geschäftsräume und Coaching. Diese stellt der Wagniskapitalfonds HPV den siegreichen studentischen Jungunternehmern in spe bereit. Alle Maßnahmen haben eine Laufzeit von einem Jahr.

„Mit diesen zusätzlichen Anreizen wollen wir den Kreis junger Start-up-Unternehmen rund ums HPI nachhaltig ausweiten und unser Land wirtschaftlich voranbringen“, erklärte Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel. Seit der Aufnahme des Lehrbetriebs im Jahr 1999 haben HPI-Studierende bereits gut zehn Unternehmen gegründet und den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. „Die Kombination aus praxisnaher universitärer Ausbildung und eingebundener Entrepreneurship-Förderung ist einzigartig und lässt unsere jungen Talente doppelt profitieren“, hob Meinel hervor.

Der neu strukturierte Lehrplan, an dessen Ende der Businessplan-Wettbewerb steht, erstreckt sich über zwei Semester und startet jeweils im Herbst. Die Vorlesung, die von HPV-Partner Dr. Rouven Westphal gehalten wird, beginnt mit dem Entwurf von Geschäftsmodellen und den Einsatz von Kreativitätstechniken zu deren Gestaltung. Bei letzterem steht die Innovationskultur des „Design Thinking“ im Vordergrund. Dieses erfinderische Entwickeln wird an der HPI School of Design Thinking gelehrt, Europas erster Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild des Hasso Plattner Institute of Design, der „d.school“ an der Stanford University.

Echte Fallstudien und Gastbeiträge von Fachleuten zur Umsetzung von Ideen in Produkte, zum Schutz des geistigen Eigentums und zu den Erfolgsgeheimnissen guter Teams runden den ersten Teil der Vorlesung ab. Im folgenden Sommer schließen sich Angebote zu den Themen Markteintritts-Strategien und Finanzierung an. Insgesamt werden damit alle Bereiche eines Geschäftskonzeptes praxisnah erklärt und durch praktische Beispiele vertieft.

Ein weiterer Schwerpunkt ist auch das Präsentieren von Businessplänen vor möglichen Investoren: In zwei Feedback-Runden nach jedem entscheidenden Abschnitt bekommt das studentische Team ein Einzelcoaching. Die besten drei Teams dürfen in der Endrunde vor der Wettbewerbs-Jury präsentieren, die unter anderem aus Stifter Prof. Hasso Plattner, HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel und HPV-Geschäftsführer Eran Davidson besteht.

 

Kurzprofil Hasso-Plattner-Ventures

Hasso Plattner Ventures wurde 2005 in Potsdam gegründet. Die Gesellschaft geht Minderheitsbeteiligungen an Start-up-Unternehmen ein und unterstützt sie beim Eintritt in internationale Märkte. Mit einem Fondsvolumen von insgesamt 150 Mio. Euro liegt der Fokus der Investitionen auf den Bereichen IT und Cleantech. Investoren sind - neben Hasso Plattner, der den Löwenanteil trägt - die Investitionsbank des Landes Brandenburg ILB, CMEA Capital in Kalifornien sowie die Unternehmer Shai Agassi und Arnon Katz. Die Portfoliounternehmen profitieren nicht nur von der finanziellen Unterstützung, sondern auch vom Knowhow und hochqualifizierten internen und externen Beratern. Derzeit umfasst das Portfolio siebzehn Firmen. Mehr Informationen unter www.hp-ventures.com.

 

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