Hasso-Plattner-Institut
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23.11.2010

Potsdam/Dresden. An der gesellschaftlichen Diskussion um die Bedeutung der Informationstechnologie für den Standort Deutschland können Internetnutzer mit eigenen Text- und Video-Beiträgen teilnehmen. Darauf hat im Vorfeld des fünften nationalen IT-Gipfels am 7. Dezember in Dresden das Hasso-Plattner-Institut (HPI) hingewiesen. Es betreibt dafür die Online-Diskussionsplattform www.it-gipfelblog.de. Dort wird ein studentisches Blogger-Team auch ganztägig online von dem Spitzentreffen berichten. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete den HPI-Gipfelblog im Vorjahr bereits als „exzellente Dialogplattform in der Internet-Community“. 2006 hatte die Kanzlerin die IT-Gipfelserie am HPI in Potsdam gestartet.

Das Institut ruft die Bürger auf, ihre Kommentare und Statements schriftlich oder als eigene Videos auf www.it-gipfelblog.de zur Diskussion stellen. Zum Angebot der Live-Berichterstattung des Blogger-Teams vom diesjährigen Gipfel gehören Video-Podcasts von Interviews mit Spitzenpolitikern, Top-Managern und renommierten Wissenschaftlern genauso wie die Übertragung des Eröffnungs- und Abschlussplenums sowie aller vier Foren und der mittäglichen Pressekonferenz.

Der örtliche Gastgeber des bevorstehenden Gipfels, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, betonte in einem Interview mit dem IT-Gipfelblog, das Spitzentreffen in Dresden werde dafür sorgen, dass die Informationstechnologie in der Bevölkerung stärker als Innovationstreiber und als nützliches Instrument zur Verbesserung der Lebensumstände sowie der technologischen Prozesse verstanden werde. Die Arbeitsgruppe „Mikroelektronik und IT-Cluster Sachsen“ werde deutlich machen, wie wichtig Energieeffizienz sei, so Tillich. Nach den Worten des Ministerpräsidenten sind in Sachsen rund 1.200 Unternehmen mit 45.000 Mitarbeitern im Bereich Software und Hardware tätig.

Erfahrungen hat das Studententeam der Potsdamer Elite-Schmiede für IT-Ingenieure bereits seit 2006 sammeln können. Damals fand der erste nationale Gipfel der Informationstechnologie am Hasso-Plattner-Institut statt. Im darauf folgenden Sommer startete das HPI den IT-Gipfelblog. 2007 beim Spitzentreffen in Hannover, 2008 in Darmstadt und 2009 in Stuttgart berichteten die HPI-Studenten im Auftrag der Bundesregierung zusätzlich von den Spitzentreffen vor Ort. „Unser IT-Gipfelblog ist zudem so etwas wie das ‚Gedächtnis’ oder Archiv dieser Veranstaltungsreihe der Bundesregierung geworden“, sagt HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Der Potsdamer Informatik-Wissenschaftler arbeitete seit Beginn in der Arbeitsgruppe „Hightech-Strategie für die Informationsgesellschaft“ und wirkt seit Neuestem in der Arbeitsgruppe „Digitale Infrastrukturen“ mit.
 
IT-Gipfelblog: Nutzung und Kooperationspartner
Auf den IT-Gipfelblog ist nach Angaben von Projektleiter Justus Broß (HPI) bislang mehr als fünf Millionen Mal zugegriffen worden. Über 600 registrierte Autoren und mehr als 1.100 eingestellte Text- und Videobeiträge zeigen das Interesse der Öffentlichkeit, auch zwischen den nationalen IT-Gipfeln die Diskussion über den IT-Standort Deutschland in aller Breite zu führen. Der Blog, über den auch auf Videos mit Interviews, Dokumentationen und Nachrichten zuzugreifen ist, kooperiert mit der Plattform Dnadigital, die junge Menschen mit Entscheidern der Wirtschaft zusammenbringt. Unterstützt wird das Forum des Meinungsaustausches ferner vom Branchenverband BITKOM, von der CeBIT, den Initiativen D21 und „Deutschland sicher im Netz“, der Gesellschaft für Informatik und ihrer Dienstleistungs-Tochter DLGI sowie vom Verein TeleTrust, dem Innovations Report und den Science Blogs. Die Online-Diskussionsplattform war vom HPI eingerichtet worden, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel am 18. Dezember 2006 den ersten nationalen IT-Gipfel am Hasso-Plattner-Institut veranstaltet hatte.
 
Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut
Das Hasso-Plattner-Institut an der Universität Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es seit 1999 den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – eine praxisnahe, ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit circa 450 Studenten genutzt wird. Gut ein Dutzend Professoren und über 50 weitere Dozenten, Gastprofessoren und Lehrbeauftragte sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Das HPI kam beim jüngsten CHE-Hochschulranking unter die besten vier Informatikstudiengänge im deutschsprachigen Raum, die sich Rang 1 teilen.

 

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