Hasso-Plattner-Institut
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30.06.2010

Potsdam. Studenten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben ein neuartiges Programm zur grafischen Darstellung von Datenverarbeitungsprozessen entwickelt. Dies strukturiert, filtert und visualisiert die betriebsinternen Metadaten der Ladeprozesse eines Unternehmens und kümmert sich darum, diese Prozesse zu bereinigen, zu optimieren und in das Format einer Open-Source-Lösung umzuwandeln. Ihre in Kooperation mit dem Softwaredienstleister BBF und BMW Financial Services erzielten Ergebnisse stellte die siebenköpfige Projektgruppe beim „Bachelorpodium“ am 2. Juli vor, zu dem gut 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft ans HPI nach Potsdam gekommen waren.

„Durch die ständig wachsende Zahl an prozessbeschreibenden Daten ist es schwer, die Übersichtlichkeit zu erhalten. Wir sind daher den Weg gegangen, die bisher nur in Tabellen gespeicherten Informationen grafisch darzustellen“, erklärte Paul Möller, Sprecher der Projektgruppe. Mit „GraphicalETL“ entwickelte das Team einerseits eine webbasierte Plattform, die komplexe Datenverarbeitung anschaulich aufbereitet und damit einen nutzerfreundlichen Zugriff auf die Ladeprozesse ermöglicht. Die erweiterten Such- und Filterfunktionalitäten erlauben außerdem eine effiziente Arbeit mit dem System.

Mit „TransformETL“, entwickelten die HPI-Studenten andererseits eine Lösung zur Umwandlung der Datenverarbeitungsprozesse in ein anderes Datenformat. „Unsere Partner denken darüber nach, zur Prozesserstellung auf eine kostengünstigere Softwarelösung umzusteigen. Speziell dafür haben wir eine Methode entwickelt, die die Migration der Datenverarbeitungsprozesse enorm erleichtert“, erläuterte Möller. Die Herausforderung habe aber nicht nur in der Übersetzung, sondern auch in der Bereinigung und Optimierung der Prozessbeschreibungen gelegen.

„Im Verlauf der Arbeit wurden die Studenten häufig mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die sie auf innovative Weise bewältigten“, kommentierte Prof. Felix Naumann, Betreuer der Studenten und Leiter des HPI-Fachgebiets Informationssysteme. Mit Abschluss der Arbeit wurde das Programm wieder zurück an BBF übergeben, die bereits seit sechs Jahren daran arbeiten und es auch in Zukunft weiterentwickeln werden.

 

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