Hasso-Plattner-Institut
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03.09.2010

Potsdam. Mit den Herausforderungen eines sicheren Internets der Dienste beschäftigt sich am 28. und 29. Oktober das Symposium „Sicherheit in Service-orientierten Architekturen“, zu dem das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) einlädt. Vorgestellt und diskutiert werden sollen unter der Leitung von HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel aktuelle Entwicklungen in der Forschung sowie Anwendungen in Unternehmen. Zu den teilnehmenden Experten aus Wirtschaft und Forschung gehören neben Fachwissenschaftlern wie den Professoren Volker Roth (Freie Universität Berlin) und Jörg Schwenk (Ruhr-Universität Bochum) unter anderem auch Manager wie Tom Köhler, Director Information Security Strategy & Communication von Microsoft Deutschland.

„Das Konzept der Service-orientierten Architekturen in der Informationstechnologie verspricht flexiblere Unternehmensprozesse durch einfach anpassbare und wiederverwendbare Dienste“, sagt Prof. Meinel, der am HPI auch das Fachgebiet „Internet-Technologien und –Systeme“ leitet. Es handelt sich dabei um einen Ansatz, Softwaresysteme so zu konstruieren, dass sie aus hochgradig wiederverwendbaren Bestandteilen bestehen - den Services oder Diensten. Dadurch kann Software schneller gebaut und einfacher an die speziellen Bedürfnisse eines Nutzers angepasst werden. Die Verwendung solcher Dienste, die über Internet-Plattformen verfügbar sind und lose miteinander gekoppelt werden können, werfe aber auch viele neue Sicherheitsfragen auf, die zu lösen seien, erläutert Meinel.

So sollen auf dem HPI-Symposium in Potsdam zum Beispiel Lösungen für das Identitäts- und Policymanagement erörtert werden. Das Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnologie stellt aktuelle Projekte und Entwicklungen im Bereich Service-orientierter Architekturen (SOA) vor. Präsentiert werden soll zudem das Dokument "Metriken und Pattern für eine Umsetzung von SOA Security in der Praxis", welches von einer Arbeitsgruppe des IT-Sicherheitsverbands TeleTrust Deutschland erarbeitet wurde.

 

HPI präsentiert preisgekrönte Lernplattform „Services Security Lab“

Das HPI stellt auf dem Symposium seine Lernplattform „Services Security Lab“ vor. Das Web-Labor soll Internetsicherheit sowohl für angehende als auch für erfahrene Experten erlebbar machen. Es bietet Möglichkeiten, Sicherheitsmechanismen für Internet-Dienste auszuprobieren und deren Effekte zu analysieren. Ein Team des HPI-Fachgebiets Internet-Technologien und –Systeme hatte damit im Finale des internationalen Informatik-Wettbewerbs „IEEE Service Cup 2010“ Mitte Juli in Miami den ersten Platz erreicht.

Im Januar dieses Jahres hatte das HPI im Auftrag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammen mit dem Beratungsunternehmen Bearing Point ein neues Sicherheitskompendium für Service-orientierte Architekturen vorgelegt. Das 371-seitige Werk löste die 2008 erarbeitete Fassung ab. Das im Umfang verfünffachte Kompendium gibt einen aktuellen Gesamtüberblick darüber, wie auch bei Datenverarbeitung, die über moderne Computernetze verteilt ist, in flexibel anpassbaren IT-Architekturen höchste Sicherheit gewährleistet werden kann. Auf der Internetseite des BSI ist das neue Nachschlagewerk kostenlos herunterzuladen.

 

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