Hasso-Plattner-Institut
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22.08.2013

Potsdam. Für innovative Impulse, die zu mehr Lernlust und Teamorientierung in der Bildung führen sollen, will die School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) auf dem bevorstehenden Vision Summit (www.visionsummit.org) sorgen. Dieser findet vom 30. August bis 1. September in der Urania in Berlin statt. Rund 1.200 Teilnehmer werden erwartet. Die Innovationsschule des HPI ist Mitveranstalter und bietet am ersten Tag einen Praxis-Workshop an, zu dem fast 50 führende Bildungsexperten erwartet werden. Mit Hilfe von Design Thinking wollen die Vordenker in mehreren Teams ganz neue Bildungsmodelle für das 21. Jahrhundert konzipieren.

Das HPI ist in der bundesdeutschen Bildungslandschaft ein Vorreiter in Sachen Innovation. HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel stellt in seiner Begrüßung zum Beispiel die innovative Internet-Bildungsplattform openHPI vor, mit der das Institut die Entwicklung hin zu offenen Onlinekursen für jedermann vorantreibt. Prof. Ulrich Weinberg, der Leiter der HPI School of Design Thinking, wird am 31. August beim Vision Summit einen Hauptvortrag halten, der Impulse für eine Neuausrichtung der Bildung mit Hilfe von Design Thinking geben soll.

"Der heutige Bildungsapparat bereitet unsere Kinder und Jugendlichen auf die Welt des vergangenen Jahrhunderts vor, nicht jedoch auf die Anforderungen in einer immer stärker vernetzten Welt. Wir brauchen neue Modelle, die viel stärker auf Kreativität als auf Wissensvermittlung setzen, die das Team stärker in den Fokus rücken und einen lebenslangen Lernprozess unterstützen," sagt Weinberg. Er wird auf dem Vision Summit mit Experten wie Prof. Dr. Gunter Dueck, Margret Rasfeld, Prof. Dr. Gerald Hüther und Peter Endres auch darüber diskutieren, welche Kompetenzen und welche Bildungsansätze uns zukunftsfähig machen.

Wie Design Thinking in der Praxis funktioniert, zeigt ein dreiteiliger Workshop, der auf dem Vision Summit am 31. August und 1. September stattfindet. Angemeldete Teilnehmer werden nicht nur praktisch in die Thematik eingeführt, sondern erarbeiten im Team gemeinsam eine Aufgabenstellung zum Thema Bildungserlebnis.

Hintergrund zur HPI School of Design Thinking

Das ein- oder optional zweisemestrige Zusatzstudium am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam-Babelsberg (Bahnhof Griebnitzsee) richtet sich an Studierende, die sich in der letzten Phase ihres Diplom-, Master- oder Promotions-Studiums befinden oder kürzlich ihr Bachelor-Studium beendet haben. Jährlich werden bis zu 240 Studierende in der nutzerzentrierten Innovationsmethode Design Thinking ausgebildet - je 40 in zwei Basic-Kursen und einem Advanced-Lehrgang pro Semester. Die Ausbildung erfordert zwei Präsenztage in Potsdam pro Woche. Der erfolgreiche Abschluss wird den kreativen Querdenkern mit einem Zertifikat des renommierten Instituts bescheinigt. Modell hat die berühmte "d.school" der US-Eliteuniversität Stanford im Silicon Valley gestanden, das Schwesterinstitut des Potsdamer HPI. Das Konzept der Innovationsschule stammt ursprünglich aus dem Silicon Valley von der Stanford University. Mit der kalifornischen Schwester-Einrichtung (Hasso Plattner Institute of Design at Stanford, kurz "d.school") besteht ein enger Austausch in Form von gemeinsamen Workshops und einem gemeinsamen Forschungsprogramm.

Revolutionär an der neuen akademischen Zusatzausbildung in Potsdam ist, dass sowohl die vier bis sechs Studenten pro Lerngruppe als auch ihre Professoren und Dozenten jeweils aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen. Den 120 Design Thinking-Studenten im Grund- und Fortgeschrittenen-Kurs stehen als Lehrende im laufenden Semester 35 Professoren, Doktoren und Assistenten aus verschiedenen Fachbereichen der Wissenschaftslandschaft in der Metropolenregion zur Seite. Hinzu kommen neun Mitarbeiter der HPI School of Design Thinking.

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