Hasso-Plattner-Institut
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17.04.2013

Potsdam. Die Logik und Funktionsweise von Datenbanksystemen verstehen lernen, darum geht es beim aktuellen Online-Kurs „Datenmanagement mit SQL“ der Internet-Bildungsplattform openHPI des Hasso-Plattner-Instituts (HPI). Vor einer Woche startete der sechswöchige Kurs mit über 5.500 Teilnehmern. Mittlerweile hat über die Hälfte der Beleger die ersten Übungen erfolgreich bestanden, was die hohe Aktivität der Teilnehmer unterstreicht. Kurzentschlossene können aber weiterhin einsteigen. Eine Anmeldung ist fortlaufend möglich. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Chance, den Kurs erfolgreich abzuschließen, ist gewährleistet, von insgesamt 440 Punkten wurden in der ersten Woche lediglich 20 vergeben. Erfolgreiche Absolventen erhalten ein Zertifikat des HPI.

„Viele der Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, früher erlerntes Wissen über Datenbanken aufzufrischen oder es erstmals auf akademischem Niveau vermittelt zu bekommen. Dabei hilft es sowohl den Experten als auch den Einsteigern, sich mit anderen Teilnehmern und den Wissenschaftlern über die Foren auf www.openHPI.de auszutauschen“, erklärte Kursleiter Professor Dr. Felix Naumann vom Fachgebiet Informationssysteme am Hasso-Plattner-Institut. Er freue sich sehr über das große Interesse an dem Kurs – besonders auch über viele erfahrenere Teilnehmer, die ihr Praxiswissen in Diskussionen im Forum einbringen.

Kursaufbau „Datenmanagement mit SQL“

Der Kurs widmet sich zunächst der Konzeption von Datenbanken und erläutert, wie Informationen in Datenbanken organisiert und gespeichert werden. Die Frage, wie diese Daten abgefragt und verwertet werden können, steht im Mittelpunkt des folgenden Kursteils. Die dafür notwendigen Grundkenntnisse der relationalen Algebra werden den Teilnehmern ebenfalls vermittelt, um anschließend die Datenbanksprache SQL zu lernen und anwenden zu können. Der Kurs schließt mit einem Ausblick auf weitere Themen wie der Datenbankoptimierung zur Beschleunigung von Datenabfragen. Der Kurs „Datenmanagement mit SQL“ von Prof. Dr. Felix Naumann ist der vierte Kurs der im September 2012 gestarteten neuen Internet-Bildungsplattform openHPI.de. Der Kurs dauert sechs Wochen und wird in deutscher Sprache präsentiert.

Das Institut hatte openhpi.de im September 2012 mit einem englischsprachigen Kurs von HPI-Stifter Prof. Hasso Plattner zur neuen In-Memory-Datenbanktechnologie gestartet, für den sich 13.000 Interessenten einschrieben. Ende Oktober erhielten 2.132 von ihnen ein Zertifikat für die gemeisterte Abschlussprüfung. Der zweite Online-Kurs, geleitet von Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel und in deutscher Sprache angeboten, hatte die technische Funktionsweise des Internets zum Thema. 10.000 Interessenten meldeten sich an. 1.662 Teilnehmer bekamen zu Jahresbeginn mit einem Zertifikat den erfolgreichen Abschluss bescheinigt. Dem dritten Kurs zur semantischen Suche von Senior Researcher Dr. Harald Sack folgten knapp 5.500 Teilnehmer. 800 davon erhielten ein Zertifikat.

openHPI: Vorbild sind Massive Open Online Courses (MOOC)

Die neue Internet-Bildungsplattform openhpi.de des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam (HPI) bietet kostenlose, frei zugängliche Onlinekurse für sehr viele Teilnehmer an. Die Inhalte beschäftigen sich mit Fragen der Informationstechnologie und Informatik. openHPI folgt dem Beispiel der „Massive Open Online Courses“, wie sie seit 2011 zunächst von der Stanford University, später aber auch von anderen Elite-Universitäten der USA angeboten wurden. Im Unterschied zu „traditionellen“ Vorlesungsportalen werden bei openhpi.de Kurse angeboten, die einem festen, zweimonatigen Zeitplan folgen - mit definierten Angebotsimpulsen wie Lehr-Videos, Texte, Selbsttests, regelmäßige Hausaufgaben und Prüfungsaufgaben. Kombiniert sind die Angebote mit einer sozialen Plattform, auf der sich die Teilnehmer mit den Kursbetreuern und anderen Teilnehmern austauschen, Fragen klären und weiterführende Themen diskutieren können. Die Teilnehmer entscheiden selbst über Art und Umfang ihrer Aktivitäten. Sie können in den Kurs eigene Beiträge einbringen, zum Beispiel durch Blogposts oder Tweets, auf die sie im Forum verweisen. Andere Lernende können diese dann kommentieren, diskutieren oder erweitern. So werden Lernende, Lehrende und die Inhalte in einem sozialen Lernnetzwerk miteinander verknüpft.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 450 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet 120 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zehn HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen neun Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze.

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