Hasso-Plattner-Institut
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11.09.2014

Pressemitteilung

Nach neusten Daten-Diebstählen: HPI erweitert seinen Identity Leak Checker

Potsdam. Sicherheitsforscher des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik (HPI) haben weitere fast elf Millionen gestohlener Identitätsdaten aufgespürt, die in den vergangenen Tagen in speziellen Internetforen veröffentlicht wurden. Die HPI-Wissenschaftler integrierten die Funde in ihren so genannten HPI Identity Leak Checker: https://sec.hpi.de. Dort kann seit Mai dieses Jahres jeder Internetnutzer durch Eingabe seiner E-Mail-Adresse prüfen lassen, ob im Internet damit verbundene Identitätsdaten, die geraubt wurden, frei kursieren und somit erneut missbraucht werden könnten.

Es handelt sich um fast fünf Millionen Daten von Inhabern von Google-E-Mail-Adressen sowie von Benutzern der russischen Suchmaschine Yandex.ru (1,2 Millionen) und des E-Mail-Anbieters Mail.ru. (4,5 Millionen). Der Abgleich kann vom HPI dadurch jetzt mit fast 182 Millionen solcher unterschiedlichen Identitätsinformationen vorgenommen werden.

Wegen stark gestiegener Aufmerksamkeit für Probleme der Internetsicherheit bietet das Hasso-Plattner-Institut ab 27. Oktober einen sechswöchigen kostenlosen Onlinekurs für Jedermann an. Sein Titel: „Sicherheit im Internet“. Schon jetzt gibt es rund 4.000 Einschreibungen dafür auf https://open.hpi.de/courses/intsec2014.

Wenige Wochen vorher, am 22. September, startet das HPI mit seiner Internet-Bildungsplattform openHPI den ersten Versuch, Schülern mit einem solchen kostenlosen „Massive Open Online Course“ (MOOC) auf spielerische Weise das Programmieren beizubringen. Fast 3.000 junge Leute haben sich bislang dafür angemeldet unter https://open.hpi.de/courses/pythonjunior2014.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 470 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet pro Jahr 240 Plätze für ein Zusatzstudium an.

Insgesamt zehn HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen neun Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit openHPI bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.