Hasso-Plattner-Institut
Prof. Dr. Holger Giese
  
 

11.12.2008

"Quo vadis, Modellierung?" - Antrittsvorlesung von Professor Giese

Quo vadis, Modellierung?

Seit den Anfängen der Informatik ist eine Tendenz zu beobachten, die von detaillierten, lösungsorientierten und eher technisch geprägten zu immer abstrakteren, eher an den Problemen und Anwendungsdomänen orientierten Modellen führt. Diese heute verwendeten abstrakteren Modelle ermöglichen es die Komplexität heutiger Systeme besser zu beherrschen. Ihr Einsatz führt in einigen Anwendungsdomänen heute schon zu einer signifikanten Erhöhung der Produktivität und Qualität sowie Reduzierung der Entwicklungszeiten. Anderseits hat sich aber auch in anderen Anwendungsgebieten gezeigt, dass die ständige Anpassung der Software an sich ändernde Anforderungen oder Organisationsstrukturen, dazu führt, dass früh während der Entwicklung entstandene Modelle in der Praxis oft sehr schnell nicht mehr mit der Software übereinstimmen. In dieser Antrittsvorlesung wollen wir diese Entwicklung Revue passieren lassen und der Frage nachgehen, was dies für die Zukunft der Modellierung bedeutet, mit welchen aktuellen Ansätze man diesem Problem zu begegnen versucht und welche zukünftigen Entwicklungen für die Modellierung deswegen zu erwarten sind.

Probleme: 
• Es ist schwer das wirkliche Problem zu erfassen!
   -> validierbare Modelle + mehrere kleine Schritte
• Es ist aufwendig Änderungen nachzuführen!
  -> mehrere Schritte sind teuer

Software ist doch einfach, da kann man wenn benötigt später noch Änderungen durchführen …

Lösungen:
• Keine Modellierung
• Automatisierung (MDA, DSLs)
• Selbst-Adaptive Systeme

Anlagen: