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16.10.2017

News

Aufbau des Digital Health Centers: Nobelpreisträgerin Blackburn spricht am HPI

Im Oktober startet das Hasso-Plattner-Institut (HPI) für Digital Engineering den Aufbau des Digital Health Centers. Aus diesem Anlass sprach Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Elizabeth H. Blackburn, Präsidentin des renommierten Salk Institute for Biological Studies, über Präzisionsmedizin und kollaboratives Arbeiten.

Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Elizabeth H. Blackburn spricht am HPI. (Foto: HPI/K. Herschelmann)

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Die Aufzeichnung des Livestreams ist in voller Länge unter tele-TASK abrufbar.

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) wird sich im Zuge der vom Stifter Prof. Hasso Plattner ermöglichten Erweiterung künftig noch stärker im Gesundheitsbereich engagieren und startet in diesem Monat den Aufbau eines Digital Health Centers unter Leitung von Prof. Dr. Erwin Böttinger. Zusammen mit HPI-Direktor Prof. Dr. Christoph Meinel lud er Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Elizabeth H. Blackburn ein, am HPI einen Vortrag über die Arbeit des Salk Institutes und der Zukunft der Präzisionsmedizin zu halten.

Den Medizin-Nobelpreis erhielt die australisch-amerikanische Molekularbiologin 2009 für ihre Forschung an den sogenannten Telomeren – das sind die „Schutzkappen“ der Chromosomen, die für deren gesunde Reproduktion während der Zellteilung verantwortlich sind. Die Telomere spielen laut Blackburn eine wichtige Rolle bei der Alterung sowie dem Entstehen vieler Krankheiten wie Krebs und Diabetes. Zusammen mit ihrer Kollegin Prof. Dr. Elissa Epel veröffentlichte Blackburn in diesem Jahr das Buch „The Telomere Effect: A Revolutionary Approach to Living Younger, Healthier, Longer“.

In ihrem Vortrag präsentierte sie die Arbeit des Salk Institutes, das weltweit zu den besten Forschungseinrichtungen im Bereich der Lebenswissenschaften zählt. Das Institut wurde 1960 von Dr. Jonas Salk gegründet, dem Erfinder der Polio-Impfung. Die hier tätigen Wissenschaftler – darunter fünf Nobelpreisträger – sind führend in der Grundlagenforschung in den Bereichen Krebs, Gehirn, Diabetes und Infektionskrankheiten. Das Institut zeichnet sich nach den Worten der Nobelpreisträgerin dadurch aus, dass die Teams über Alters- und Fachgrenzen hinweg sehr frei miteinander zusammenarbeiten und Problemstellungen unabhängig von den eigenen Forschungsschwerpunkten gemeinsam formulieren. Darüber hinaus betonte Blackburn, dass die biologische Forschung auf modernste IT-Technologien angewiesen ist. Insbesondere im Bereich der Verknüpfung und Auswertung hoch komplexer Datensätze sehe sie großen Bedarf.

Das Team des IT-Gipfelblogs sprach im Video-Interview mit Prof. Blackburn:


Bildergalerie: Aufbau des Digital Health Centers