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06.12.2017

GTI 2017: Von Potsdam über Stanford nach Melbourne – internationale Zusammenarbeit über Kontinente und Zeitzonen hinweg

Wie kann der Einsatz neuartiger Sensortechnik Schäden an Fahrzeugen lückenlos dokumentieren und ein Mehrwert für Fahrer, Versicherungen und Firmen schaffen? Wie kann durch künstliche Intelligenz Kommunikation zwischen Personen verbessert werden und welche attraktiven Lösungen kann eine Automobilversicherung Privatpersonen rund um die Instandhaltung und Reparatur ihrer Fahrzeuge anbieten? Dies sind die drei Aufgaben, mit denen sich die HPI-Masterstudierenden in diesem Jahr im Rahmen des Kurses Global Team-based Innovation (GTI) auseinandersetzen. Ihre Zwischenergebnisse präsentieren die Studierenden am 13. Dezember in Potsdam. 

Anfang November fand an der Stanford Universtität der diesjähirge SUGAR Network Global Kickoff 2017-2018 mit rund 250 Teilnehmern statt. (Foto: Sugar Network)

Global Team-based Innovation ist ein Kurs im Masterstudiengang Digital Engineering, indem Studierende über zwei Semester unter Verwendung der Methoden des Design Thinking Lösungen für konkrete Design Aufgaben global agierender Unternehmen bearbeiten. Der Kurs wird in Kooperation mit dem Mechanical Engineering Programm 310 (ME310) der Stanford University und dem SUGAR Network durchgeführt und bietet den Teilnehmern die Möglichkeit mit Studierenden international führender Universitäten zusammenzuarbeiten. In diesem Jahr stammen die rund 250 Teilnehmer von 23 Spitzenuniversitäten, darunter die Universität St. Gallen, das Karlsruher Institut für Technologie und die Design Factory Melbourne.

Jedes der 41 Teams erarbeitet, über Fachgrenzen und Zeitzonen hinweg, Bedarfsanalysen, Präsentationen und Prototypen für die Aufgabenstellung ihres Unternehmenspartners. Unterstützt wird jedes Team in den verschiedenen Phasen der Zusammenarbeit durch einen professionellen Coach und Domänenexperten des Unternehmens.  Ziel ist es, den Studierenden bereits während ihres Studiums konkrete Design-Projekterfahrungen zu vermitteln. Die Unternehmen wiederum profitieren von der Kreativität und frischen Perspektive der Teilnehmer auf bekannte Problemstellungen.

Insgesamt neun HPI-Masterstudierende erarbeiten in drei Teams Konzepte für die Ventures Abteilung des Automobilzulieferer Hella, die Versicherungsgesellschaft HUK-Coburg und FutureWei Technologies, eine Forschungsabteilung des Mobiltelefonherstellers Huawei. 

Die Projekte:

Hella Ventures

Woher stammt eigentlich der Kratzer an meinem Auto? Und wer kommt für den Schaden auf?  Dieses Problem kennen vor allem Car-Sharing-Unternehmen. Der SHAKE (Structural Health And Knock Emission Sensor) Sensor des Autozulieferers Hella, ist ein sensorbasiertes Analysesystem, das auf der Innenseite der Karosserie angebracht Stöße und Beschädigungen an Fahrzeugen dokumentiert. Durch den Abgleich der aufgezeichneten Geräusche mit einer Datenbank identifiziert und lokalisiert es anhand der Ausbreitung des Tons und der Vibration Stelle und Art der Beschädigung. Eine Anwendung mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten, da sie eine lückenlose Dokumentation von Schäden gewährleisten kann.

Die HPI-Studierenden David Hahn, Maik Zarnbach und Fabian Paul suchen gemeinsam mit Kommilitonen der Stanford University und der Design Factory Melbourne neue Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Produktes für andere Fahrzeugklassen und Nutzungsbereiche -- Nicht nur eine thematische, sondern auch eine ganz praktische Herausforderung, durch den jeweils achtstündigen Zeitunterschied zu beiden Partneruniversitäten.

HUK-Coburg Versicherungsgruppe

Die HUK-Coburg Versicherungsgruppe stellte dem Studententeam die Aufgabe einer kreativen Lösung für den Auf- und Ausbau ihres Netzwerkes mit Partnerwerkstätten. Allem voran sollen Felix Musmann, Klara Seitz und Maximilian Söchting und das Team des Karlsruher Institut für Technologie Konzepte entwickeln, die dem Kunden des Kfz-Versicherers die Instandhaltung, aber auch Schadensabwicklung erleichtern und die Kommunikation zwischen Kunden und Werkstatt verbessern.

FutureWei Technologies - Huawei

FutureWei Technologies, eine Forschungsabteilung von Huawei, sucht mit Hilfe der Studierenden nach neuen Kommunikationskonzepten durch den Einsatz von Artifical Intelligence Technologien (AI). AI nutzt Modelle und Algorithmen, die menschliche Intelligenz simulieren, und ist zunehmend in der Lage, Absichten zu erkennen und Nutzerverhalten vorauszusagen. Dies ermöglicht eine völlig neue Kommunikations- und Servicestruktur, die schneller und effizienter funktioniert. Aufgabe von Simon Krogmann, Winfried Loetzsch und Sebastian Serth ist es, gemeinsam mit ihrem Team der Stanford Universität neue Ideen zu entwickeln, wie die Interaktion mit dem Kunden und das Nutzerverhalten durch AI verbessert werden kann.

Die GTI Fall Presentations finden am 13. Dezember 2017, ab 16:00 Uhr in Haus D statt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung findet ihr unter: https://www.facebook.com/events/1752483025057731

Bildergalerie der Kickoff Veranstaltung: