Hasso-Plattner-Institut20 Jahre HPI
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02.09.2019

News

openHPI-Kurs führt in Netzwerk-Virtualisierung ein

Server, Speicher, Applikationen und Desktop-Rechner – alles kann heute virtuell nachgebildet werden. Das gilt mittlerweile sogar für komplette Netzwerke. Wie eine solche abstrakte Nachbildung physisch vorhandener Netzwerk-Ressourcen bei der Optimierung von Anwendungen hilft, vermittelt ab 4. September ein neuer kostenloser Online-Kurs auf der IT-Lernplattform openHPI des Hasso-Plattner-Instituts.

openHPI Netzwerkvirtualisierung
Wie die Virtualisierung von Netzwerken funktioniert, erklärt ab dem 4. September 2019 der neue openHPI-Kurs.

Online-Kurs

„Netzwerkvirtualisierung - Von einfach bis zur Cloud“

Start: 4. September

Dauer: 3 Wochen

Sprache: Deutsch
 

⇒  Jetzt anmelden

Leiter des dreiwöchigen Kurses ist Wilhelm Boeddinghaus, Mitglied in dem am HPI gegründeten und dort beheimateten Deutschen IPv6-Rat sowie Geschäftsführer des Unternehmens System.de. Er zeigt auf, wie Netze mit neuen Möglichkeiten geschaffen werden können, wenn man physisch vorhandene und virtuelle Netzwerke verknüpft bzw. entkoppelt.

Als anschauliche Beispiele für Netzwerkvirtualisierung führt er so genannte Virtual Local Area Networks (VLANs) auf, also virtuelle Teilnetze auf Basis eines physischen Rechnernetzes, aber auch Virtual Private Networks (VPNs). Letztere realisieren sichere Verbindungen über unsichere Leitungen – etwa wenn Außenmitarbeiter über das Internet auf das private Netzwerk ihrer Firma zugreifen möchten.

In dem Massive Open Online Course (MOOC) in deutscher Sprache geht es um neue Techniken, die es heute möglich machen, Netzwerke in manchen Bereichen viel weiter zu virtualisieren als bisher. Welche Auswirkungen das hat - etwa durch die Reduzierung von Komponenten wie Switches, Router, Server, Kabel und Hubs - , welche Auslastungsvorteile und Sicherheitsgewinne erzielt werden, aber auch welche Sicherheitsprobleme sich ergeben können – all das wird in dem Gratis-Kurs auf openHPI angesprochen. Unter anderem geht es auch um die Vernetzung von Niederlassungen von Unternehmen und Organisationen - eine Spielart der Netzwerkvirtualisierung, die derzeit unter der Bezeichnung SD-WAN groß im Kommen ist.

Kursleiter Boeddinghaus befasst sich seit 25 Jahren mit dem Design und Betrieb von Netzwerken. Der neue Internetstandard IPv6 und das Thema virtuelle Netzwerke sind seine Tätigkeitsschwerpunkte. In seinem Kurs, der sich vorzugsweise an Administratoren richtet, erläutert Boeddinghaus neue Strukturen virtueller Netzwerke und zeigt, wie sie auch bei der Einführung des neuen Internetstandards IPv6 helfen können. Er knüpft insoweit an seinen Kurs „IPv6 in modernen Netzwerken“ aus dem Vorjahr an.

Die Teilnahme an diesem Kurs, der auch noch im Archiv-Modus genutzt werden kann, ist aber nicht Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewältigung des neuen Angebots.