Hasso-Plattner-Institut
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03.07.2009

Potsdam. Um weltweit verteilen Software-Entwickler-Teams die Zusammenarbeit zu erleichtern, haben Studenten des Hasso-Plattner-Instituts eine neue Plattform entwickelt. Auf Basis einer Technologie des Projektpartners Qwaq Inc. erstellte das sechsköpfige Team einige Werkzeuge, welche besonders auf das innovative Vorgehenskonzept „Extreme Programming“ zugeschnitten sind. Die Ergebnisse stellte die Gruppe auf dem „Bachelorpodium“ am 3. Juli vor. Gut 200 Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft waren dazu nach Potsdam gekommen.

„Bisher war es kaum möglich, Extreme Programming verteilt auf mehrere Standorte anzuwenden. Dieses moderne Entwicklungskonzept für Software legt großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden und einen ausgeprägten Teamgeist“, erklärte für die Bachelor-Projektgruppe deren Sprecher Michael Grünewald. Viele Praktiken dieses Ansatzes beruhen auf der Annahme, dass das gesamte Team zusammen in einem gemeinsamen Büro arbeitet. Die Aufgaben werden auf einer großen Tafel für alle sichtbar notiert und priorisiert. Nach Analyse der bisherigen Lösungen stellten die sechs Potsdamer Bachelorstudenten fest, dass bisher existierende Werkzeuge dieser Aufgabe nicht gerecht werden konnten oder aber zu kompliziert in der Handhabung waren.

Werkzeuge mit intuitivem Bedienkonzept sind die Antwort der Potsdamer HPI-Studenten auf die Konkurrenz. Neben der hohen Einsteigerfreundlichkeit der neuen Plattform „XPForums“ kann sie gegenüber anderen Lösungen mit der Fähigkeit auftrumpfen, ein Projekt auf mehreren Arbeitsstationen gleichzeitig zu bearbeiten. Hierdurch wird das Gefühl vermittelt, gemeinsam vor der Planungstafel zu stehen und deren Inhalte zu diskutieren. Neben dem zentralen Planungswerkzeug entwickelte die Gruppe noch zwei weitere Werkzeuge, die ebenfalls die verteilte Zusammenarbeit fördern sollen. So ermöglicht eines der Werkzeuge das Hinzufügen weiterer Informationen an Quelltextabschnitte. Das andere Werkzeug erlaubt es, „XPForums“ effizient bei Besprechungen einzusetzen, bei denen mehrere Teammitglieder an einem Ort sind.

Die Bachelorprojektgruppe wurde betreut von Prof. Robert Hirschfeld, Leiter des Fachgebiets Softwarearchitekturen. Es beschäftigt sich neben technischen Architekturen auch mit Methodologien für die Zusammenarbeit.

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