Hasso-Plattner-Institut
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17.07.2009

Potsdam/Berlin. Fünf Studenten der HPI School of Design Thinking haben ein neuartiges Konzept für den Paketdienst der Zukunft entworfen. Nach der Vorstellung des Innovatorenteams soll er als soziales Netzwerk arbeiten, bei dem jeder mit anpackt. Ihr Konzept mit dem Namen „bring.BUDDY“ stellten die Studierenden anlässlich der Verabschiedung des zweiten Absolventenjahrgangs der School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam vor. Projektpartner war das DHL Innovation Center des Logistikdienstleisters Deutsche Post DHL, das neuartige Logistiklösungen für künftige Kundenbedürfnisse entwickelt. Es hatte die Frage untersuchen lassen, wie man trotz steigender Energiepreise und zunehmender Belastungen in den Innenstädten Pakete und Päckchen ökologisch sinnvoll transportieren kann.

„Mit unserer Lösung gliedern wir große Teile des innerstädtischen Güterverkehrs sozusagen in die natürlichen Bewegungsabläufe der Stadtbewohner ein. Wer dem Netzwerk angehört, transportiert auf seinen täglichen Wegen mit dem Auto, dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln die Pakete oder Päckchen für andere“, erläuterte Pascal Gemmer (26), Mitglied des Design Thinking-Teams und Maschinenbaustudent der TU Berlin.

Informiert durch eine kurze Nachricht auf seinem Mobiltelefon weiß der Netzwerker, ob ein Päckchen in einer Packstation oder einem Kiosk auf ihn wartet, um auf der von ihm gewählten Route mitzureisen. „Für jedes transportierte Paket erhält er Punkte, die in Warengutscheine, Gratis-Paketsendungen oder CO2-Gutschriften umgewandelt werden können“, ergänzte Gemmer. Vorstellbar sind nach seinen Worten Pakettransportwettbewerbe in Freundesgruppen oder Kollegenkreisen oder Gewinnerpakete, die mit Hilfe von Unternehmenspartnern in das System eingeschleust werden und die der jeweilige „bring.BUDDY“ behalten darf.

„Wichtig sind uns neben dem Umweltaspekt besonders auch der Spaßfaktor und die soziale Komponente“, betonte Gemmer. Das Konzept biete jedem die Möglichkeit, mit wenig Aufwand in der eigenen Nachbarschaft etwas Gutes zu tun. Zu Gemmers interdisziplinärem Team gehörten die Studierenden Sarah Weinknecht (UdK, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation), Juliane Greiner (FU Berlin, Lateinamerikanistik), Adrian Rohde (FH Potsdam, Städtebau) und Moritz Gekeler (LMU München, Italianistik). Betreuer waren Dr. Claudia Nicolai von der Universität der Künste in Berlin und Prof. Dr. Holger Giese vom Hasso-Plattner-Institut.

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