Hasso-Plattner-Institut
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29.04.2010

Potsdam. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI), Vorreiter in der Lehre und Erforschung der Innovationskultur des "Design Thinking", hat die Eröffnung der "School of Entrepreneurial Design Thinking" an der Universität Koblenz-Landau begrüßt. Sie fand am Freitag, 30. April, statt. "Damit nimmt ein Erfolgskonzept seinen Lauf, für das unser Stifter mit dem Hasso Plattner Institute of Design an der Stanford-Universität in Kalifornien bereits 2005 den Grundstein gelegt hat", erklärte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel.

Das von ihm geleitete Potsdamer Schwesterinstitut betreibt mit der HPI School of Design Thinking seit 2007 eine am Stanford-Vorbild orientierte Innovationsschule für Studenten aller Fachbereiche. Sie ist die erste ihrer Art in Europa gilt als Vorbild und Ideengeber weiterer Design Thinking-Initiativen in Deutschland.

"Wir freuen uns, dass die Idee des erfinderischen Entwickelns auch an der Universität Koblenz-Landau auf fruchtbaren Boden gefallen ist", sagte Prof. Ulrich Weinberg, der Leiter der HPI School of Design Thinking. Inspiriert von den Vorbildern in Palo Alto und Potsdam will die Koblenzer Einrichtung  ihren Schwerpunkt auf die Förderung von Existenzgründern bei der Entwicklung und Vermarktung innovativer Produkte und Dienstleistungen legen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt man in Potsdam. Hier kooperiert das HPI seit 2005 mit dem benachbarten Wagniskapitalfonds Hasso Plattner Ventures.

Aufgrund der starken Nachfrage nach der Innovatorenausbildung werden die Design Thinking-Studienplätze am HPI bis zum Wintersemester schrittweise verdreifacht, sodass 120 kreative Querdenker pro Semester ausgebildet werden können. Die dreijährige Erfahrung der HPI School of Design Thinking lockt mittlerweile Studierende aus ganz Deutschland und Europa für die kostenfreie ein- oder zweisemestrige Zusatzausbildung nach Potsdam. Auch namhafte Projektpartner aus der Wirtschaft, wie METRO Group oder Telekom, mittelständische Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen greifen seit Jahren auf die Innovationskraft der HPI School of Design Thinking zurück.

Die Innovationskultur des Design Thinking machen die Potsdamer im Rahmen eines speziellen Programms ("Executive Education") auch für interessierte Unternehmen und deren Führungskräfte erlebbar. Leitende Mitarbeiter werden in maßgeschneiderten Veranstaltungen mit der Methode vertraut gemacht. Zudem können Interessenten in so genannten Open Courses eine dreitägige Einführung in Design Thinking erhalten. "Wir wollen Design Thinking als Innovationskultur etablieren und möglichst viele Unternehmen und Menschen dafür begeistern. Daher bemühen wir uns, die Idee stark zu verbreiten", erläuterte Prof. Weinberg. So werden Workshops auf Veranstaltungen in ganz Deutschland (Art Directors Club, Entertainment Master Class) und zum Beispiel auf der größten internationalen Management-Konferenz in Montreal (AOM) gestaltet.

Die Schwesterinstitute in Potsdam und Stanford untersuchen die Design Thinking-Methode auch wissenschaftlich - in einem gemeinsamen Forschungsprogramm. Hierbei wird in enger Zusammenarbeit der Wissenschaftler in Palo Alto und Potsdam beispielsweise erforscht, wie die Methode mit den im Engineering sonst üblichen Herangehensweisen verbunden und in der Zusammenarbeit von verteilten Entwicklerteams räumliche und zeitliche Begrenzungen überwunden werden können.

 

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 450 Studenten genutzt wird. Insgesamt sind am HPI gut ein Dutzend Professoren und über 50 weitere Dozenten, Gastprofessoren und Lehrbeauftragte tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Seit Oktober 2005 betreibt das HPI mit der Research School "Service-Oriented Systems Engineering" eine eigene internationale Doktorandenschule (Forschungs-Kolleg). Im Oktober 2007 nahm die "HPI School of Design Thinking" ihre Arbeit auf. Jährlich 120 Studierenden aus vielen verschiedenen Fachrichtungen wird an dieser ersten europäischen Innovationsschule die Fähigkeit vermittelt, in multidisziplinären Teams besonders benutzerfreundliche IT-nahe Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Das HPI kooperiert dabei eng mit der US-Eliteuni Stanford.